Landwirtschaft im Einklang mit der Natur

02.07.2019 • 16:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Tobias Marte führte die Besucher durch sein Reich.
Tobias Marte führte die Besucher durch sein Reich.

Tag des Feldes und 40 Jahre FRI-MA Biohof in Ludesch gefeiert.

Ludesch Die Familie Marte produziert bereits seit drei Generationen Gemüse, Jungpflanzen, Kräuter und Kartoffeln in Ludesch. Der heutige Betrieb in der Barxerstraße wurde von Resi (geb. Fritsche) und Horst Marte 1979 erbaut. Wurde früher noch für den Handel mit wenigen Kulturen produziert, so entwickelte sich der Betrieb immer mehr in Richtung Direktvermarktung mit einer Vielzahl an verschiedenen Gemüsearten, welche im Hofladen erhältlich sind.

Genaue Richtlinien

2009 übernahm Sohn Tobias mit Elke den Familienbetrieb von seinen Eltern und stellte diesen 2012 komplett auf den ökologischen Anbau nach Richtlinien von Bio Austria um. Er erzeugt jetzt Biogemüse, Biopflanzen und Kräuter und Balkonpflanzen. Bio-Landbau ist Landwirtschaft im Einklang mit der Natur. Die Lebensmittel werden nach gesetzlich genau definierten Richtlinien erzeugt. Die EU-Bio-Verordnung regelt den Bio-Landbau in der Europäischen Union. Die Verordnungen beinhalten Ziele, Grundsätze und Regeln des biologischen Landbaus und definieren die Durchführungsbestimmungen. Die Planung einer Biofruchtfolge erfolgt nach vielen verschiedenen Gesichtspunkten. Es gibt auch nicht die einzig richtige Lösung für eine Fruchtfolge, sondern verschiedene Aspekte, die gegeneinander abgewogen werden müssen. „Hier in Ludesch wird auf rund sechs Hektar im Freiland und in Gewächshäusern angebaut, wobei ein Drittel der Fläche mit Zwischenfrüchten für den Bodenaufbau im Wechsel bepflanzt ist“, informiert Tobias Marte. Derzeit bringe die sommerliche Hitze zusätzliche Arbeit. „Die Felder müssen fortlaufend bewässert werden.“

Wichtiger Informationstag

Um bestehenden und neuen Kunden mit ihren Familien die Möglichkeit zu geben, sich über den Vorzeigebetrieb, die Anbaumethoden und Gemüsevielfalt ein Bild zu machen, hat der Bio-Landwirt den Tag des Feldes eingeführt. Am Tag des Gemüses, der in regelmäßigen Abständen veranstaltet wird, macht er mit den Besuchern Rundgänge über die Felder und durch die Gewächshäuser, damit soll Transparenz und Klarheit über die Herkunft des Qualitätsgemüses geschaffen werden. Marte ist das ein großes Anliegen, man merkt es auch an der Leidenschaft, mit der er seine Ziele verfolgt. Bei diesen Rundgängen gibt er wertvolle Ratschläge für den biologischen Gemüseanbau, es werden Unklarheiten beseitigt und auch Anregungen von ihm aufgenommen.

Präsent zum Abschied

Auch abseits der Hofführungen hatte der Familienbetrieb ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Füße gestellt: Neben dem geöffneten Hofladen gab es Köstlichkeiten der Maruler Bio-Sennerei sowie italienisches Bio-Olivenöl und Dampfendes aus einer Gemüsepfanne. Auch mit Kaffee und Kuchen wurden die vielen Besucher verwöhnt, die gekommen waren und schlussendlich noch ein kleines Dankeschön für den eigenen Kräutergarten mit nach Hause nehmen konnten. Im abschließenden Gespräch freute sich der Gastgeber über den regen Zulauf zu seiner Veranstaltung, dem nicht nur der geschäftliche Erfolg wichtig ist, sondern der auch die Idee des biologischen Gartenbaus weitertragen möchte. HAB

Martha Fritsche war von der Vielfalt der Angebote überrascht.
Martha Fritsche war von der Vielfalt der Angebote überrascht.
Farbenfrohe präsentierte sich der FRI-MA Biohof in Ludesch anlässlich seines 40-jährigen Bestehens. HAB
Farbenfrohe präsentierte sich der FRI-MA Biohof in Ludesch anlässlich seines 40-jährigen Bestehens. HAB