Bürger kochen am REK amKumma mit

03.07.2019 • 13:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In kleinen Arbeitsgruppen erarbeiteten die Bürger Vorschläge für die Neugestaltung des REK. EGLE

Bürger brachten bei Regionskonferenz Ideen für das regionale Räumliche Entwicklungskonzept ein.

Kummenberg Das bestehende Räumliche Entwicklungskonzept, kurz REK, für die vier Kummenberggemeinden Götzis, Altach, Koblach und Mäder stammt aus dem Jahr 2007. Es ist als zentraler Baustein der seit 2002 intensiv und erfolgreich betriebenen überkommunalen Zusammenarbeit zu verstehen. Darin enthalten sind Zielsetzungen zur räumlichen Entwicklung der Region, eine Handlungsanleitung für die Gemeinden, es berücksichtigt übergeordnete Planungen seitens des Landes und dient als Grundlage für weitere Planungen im Bereich Flächenwidmung. Viele darin enthaltene Punkte sind weiterhin aktuell, andere wiederum bedürfen einer Weiterentwicklung. Daran arbeiten seit Herbst vergangenen Jahres die Gemeinden zusammen mit dem Büro für Ziviltechnik Rosniak & Partner sowie mit dem Büro für Regionalentwicklung Revital.

Eine Ausstellung gab Input für die Weiterentwicklung.
Eine Ausstellung gab Input für die Weiterentwicklung.

Bürger gefragt

Nun waren im Altacher KOM die Bürger am Wort. Nach der Präsentation der bisherigen Erkenntnisse, wie etwa die durchaus dynamische Bevölkerungsentwicklung (plus 40 Prozent Einwohner seit 1972) und die damit verbundenen steigenden Preise für Grund, Boden und Immobilien, eine langsam, aber stetig älter werdende Bevölkerung, ausreichend vorhandene Reserveflächen für Wohnbau, im Gegensatz zu immer weniger verfügbaren Flächen für Betriebsansiedlungen, ein deutlich überdurchschnittlich vorhandenes Arbeitsstättenangebot und Beschäftigte, eine Analyse der Verkehrsentwicklung, die Feststellung der weiterhin großen Erhaltung von Freiraumflächen innerhalb der Landesgrünzone und die vorbildlich gelebte Gemeindepartnerschaft, ging es in den kleinen Arbeitsgruppen inhaltlich zur Sache. Herausforderungen für Mobilität, Siedlungsentwicklung, Wirtschaft und Freiraum wurden in mehreren Fragen geklärt.

„Kumm mit“

Die vier Bürgermeister der Region: Fritz Maierhofer, Christian Loacker, Rainer Siegele und Gottfried Brändle.
Die vier Bürgermeister der Region: Fritz Maierhofer, Christian Loacker, Rainer Siegele und Gottfried Brändle.

Konkret sollte beantwortet werden, warum die Menschen hier gerne leben und welchen Anforderungen sich die Gemeinden künftig stellen müssen. Gefragt waren eine freie Meinungsäußerung und Vorschläge, aber auch kritisch gesehene Entwicklungen. Ebenso konnten insgesamt 14 vorformulierte Ziele ganz nach persönlicher Wichtigkeit gereiht werden. In der Ausstellung im Foyer ging es um die Suche eines Mottos für die Region (favorisierter Vorschlag „Kumm mit“), um die Bestimmung des individuellen Lieblingsorts rund um den Kummenberg sowie um Vorschläge für Orte mit Entwicklungs- und Verbesserungspotenzial. Zur Stärkung gab es für die interessierten Bürger ein Buffet ausschließlich mit bäuerlichen Erzeugnissen aus den Kummenberggemeinden. Mittendrin im Geschehen neben den vier Bürgermeistern Christian Loacker (Götzis), Gottfried Brändle (Alt-ach), Fritz Maierhofer (Koblach) und Rainer Siegele (Mäder) zahlreiche weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sozialbereich sowie auch Besucher aus den benachbarten Gemeinden und Regionen und als musikalischer Gast der Kinderchor Frechdax (Liedbeitrag „Kumm, Kummi, kumm“). Bis zur Finalisierung des neuen REK im Frühjahr 2020 sind weitere Bürgerbeteiligungsveranstaltungen in den Gemeinden geplant. CEG

Ebenfalls möglich ist eine Beteiligung online unter https://vorarlberg.mitdenken.online/amKumma/decisions.