Dr. Markus Metka ist der Anti-Aging-Papst

Vorarlberg / 03.07.2019 • 10:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dr. Markus Metka befasst sich seit Jahren mit der Wechselwirkung von Körper, Geist, Ernährung und Umwelt als Basis für ein gesundes Leben.
Dr. Markus Metka befasst sich seit Jahren mit der Wechselwirkung von Körper, Geist, Ernährung und Umwelt als Basis für ein gesundes Leben.

Der Gynäkologe und Endokrinologe befasst sich seit Jahren mit dem Jungbleiben und ist Präsident der Österreichischen Anti-Aging-Gesellschaft.

Wien, Lech Der Vater Allgemeinmediziner, die Mutter Psychiaterin, da schien es naheliegend, dass auch Markus Metka und sein Bruder Wolfgang eine medizinische Karriere anstreben. Die schulische Laufbahn von Markus deutete zunächst aber nicht darauf hin, dass der Feldkircher später eine Weltkarriere hinlegen würde. Das Jesuitenkolleg Stella Matutina brach der junge Markus mittels Hungerstreik ab und auch sein Aufenthalt am Gymnasium in Bludenz war nur von kurzer Dauer. „Im Alter von 15, 16 Jahren war mir Vorarlberg viel zu kleinkariert“, erinnert sich Metka heute zurück. „Inzwischen hat sich viel verändert. Vorarlberg hat sich gut entwickelt und ich komme gerne zurück.“

Da sich sein Vater das Abitur in der Schweiz nicht leisten konnte, ging es für den damals 16-Jährigen völlig allein nach Wien. Dort schaffte er an der Maturaschule Roland schließlich doch seinen Abschluss. Von seinem ursprünglichen Traum, Zoodirektor zu werden, riet ihm sein Vater ab. Metka entschied sich für das Medizinstudium, gefolgt von einem Auslandsjahr in Indien.

Für den Turnus kehrte der Mediziner für ein paar Jahre nach Vorarlberg zurück. Der Heimataufenthalt weckte jedoch wieder das Fernweh in ihm. Der Traum vom Klonen führte den wissbegierigen Forscher in die USA. Der unerschütterliche Glaube an das Machbare war es, der den Junggesellen sofort in seinen Bann zog. „Bei uns wird alles zuerst kritisch beäugt. Im Gegensatz dazu glauben die Amerikaner, dass alles möglich ist. Dieser Optimismus hat mich sehr fasziniert und richtiggehend angesteckt“, beschreibt der Mediziner diese „wissenschaftlich spannende Zeit“. Anstelle des Klonens befasste sich Metka mit der Mikromanipulation, mit der schwächliche Spermien den Weg in die Eizelle finden. Neben Los Angeles war der ambitionierte Mediziner auch am Königlichen Frauenhospital in Melbourne tätig. In der 70er- und 80er-Jahren befasste sich der Gynäkologe und Endokrinologe zunehmend mit der Hormonforschung. Als Metka an der Universitäts-Frauenklinik in Wien die erste klimakterische Ambulanz eröffnete, war der Ansturm riesig. Dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer von Wechseljahrbeschwerden betroffen sind, behandelte Metka in seinem international angesehenen Ratgeber „Der Mann 2000“ ausführlich.

Trotz seines internationalen Ansehens ist der Anti-Aging-Experte am Boden geblieben. Unermüdlich konzentrieren sich seine Forschungen darauf, den Prozess des Alterns aus eigener Kraft und auf natürliche Weise hinauszuzögern und zu verbessern. Der richtige Lebensstil sei dabei von essenzieller Bedeutung. Gesunde Ernährung, Stressabbau bzw. -vermeidung und eine gesunde Umwelt nennt Metka als Basis für ein gesundes Leben schlechthin. Er selbst mache inzwischen auch manche Dinge anders, verzichte etwa auf gesüßte Getränke und sorge für ausreichend Bewegung. „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“, räumt er ein, dass auch er seine schwachen Momente hat.

Medicinicum in Lech

Insbesondere die Bedeutung der Umwelt für unsere Gesellschaft ist es, die beim morgen beginnenden Medicinicum in Lech, dessen wissenschaftlicher Leiter Dr. Metka ist, im Zentrum steht. „Das Spannende am Medicinicum ist, dass nicht nur Mediziner miteinander diskutieren, sondern sich auch Wissenschaftler aus verschiedenen Gebieten, Philosophen, Leute aus der Wirtschaft, aber auch interessierte Laien einbringen. Die Diskussionen sind intellektuelle Feuerwerke“, ist Metka die Vorfreude bereits anzumerken.