Walter Gohm folgt Eugen Gabriel als Gemeindechef nach

Vorarlberg / 03.07.2019 • 12:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eugen und Hilde Gabriel mit Michaela Gort, Ilse Mock und Rainer Hartmann. HE

Großes Frastanzer Sesselrücken.

FRASTANZ Mit 24 von 27 Stimmen wurde Walter Gohm mit überwältigender Mehrheit kürzlich von der Gemeindevertretung zum neuen Frastanzer Bürgermeister gewählt. Gohm gehört seit 2010 der Gemeindevertretung an und wird nun bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode im Frühjahr 2020 die Geschicke als Bürgermeister der Marktgemeinde leiten.

Gelungener Antritt

In seiner Antrittsrede betonte Gohm, er werde auf bisher Geleistetem aufbauen und wolle Frastanz gemäß den 10 Punkten des Gemeindeentwicklungsprozesses zügig weiterentwickeln. Als wichtigstes Handlungsfeld nannte er die Ortszentrumsgestaltung mit dem neuen Saminapark und dem entstehenden Bildungszentrum. Zudem würden große Herausforderungen wie Verkehrslösungen, speziell für Fellengatter in Abstimmung mit der Stadt Feldkirch, der Hochwasserschutz für Sonnenheim, die Machbarkeitsstudie für die Volksschule und den Kindergarten Fellengatter und Weiteres angegangen.

Johannes Decker, Andrea Gabriel, Ilse Mock, Walter und Marion Gohm.
Johannes Decker, Andrea Gabriel, Ilse Mock, Walter und Marion Gohm.

Feierlicher Rücktritt

Auf der anderen Seite stand an diesem Abend der große offizielle Abschied von Eugen Gabriel als Bürgermeister auf dem Programm. Er hatte die Geschicke der Gemeinde 15 Jahre lang von vorderster Front aus geleitet. Zuvor hatte er sechs Jahre das Amt des Vizebürgermeisters inne, in der Gemeindevertretung war er seit dem Jahr 1985 aktiv.

Ehrengast Landeshauptmann Markus Wallner, er wohnt ja bekanntlicherweise auch in Frastanz, hatte sich dabei nicht nur als Gratulant eingestellt. Der
Landeschef konnte dem scheidenden Gemeindechef „aufgrund der beachtlichen Leistungsbilanz“ das große Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg ehrenvoll verleihen. Ebenfalls erwiesen Bürgermeister aus fast allen Walgau-Gemeinden, der Stadt Feldkirch und weiteren umliegenden Orten ihrem langjährigen Amtskollegen bei seiner feierlichen Abschiedsrede ebenso ihre große Referenz wie die vielen Frastanzer Vereine von der Närrischen Riebelzunft bis zum Musikverein. Die Feuerwehr Frastanz lobte im Besonderen das starke Engagement des Bürgermeisters für ihre Belange.

Gelungene Präsente

Von den einzelnen Fraktionen wurde Gabriel mit originellen Abschiedsgeschenken – von der Heugabel bis zur Tomahawk-Axt – bedacht. Ein wenig Wehmut kam darüber auf, dass Eugen Gabriel nun wohl keine seiner legendären Faschingsreden mehr halten wird. Schon 31 Faschingsreden hielt der „Frastafedner Indianerhäuptling“, davon 16 als Burggraf der Närrischen Riebelzunft und 15 als Bürgermeister. „Lebet wohl und schaffand für üsr Frastanz“ schloss der „Gemeindearbeiter“ seine bewegende Rede. HE