Zwist um Bahnhofssanierung in Götzis

Vorarlberg / 03.07.2019 • 18:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bürgermeister Christian Loacker und Gemeinderat Walter Heinzle fordern rasche Planung und Umsetzung des Bauvorhabens. Marktgemeinde
Bürgermeister Christian Loacker und Gemeinderat Walter Heinzle fordern rasche Planung und Umsetzung des Bauvorhabens. Marktgemeinde

Marktgemeinde kritisiert Hinhaltetaktik der ÖBB bei Modernisierung des Bahnhofs.

Götzis Im Zuge des Rheintalkonzepts sollten bis 2020 neun Bahnhöfe und Haltestellen zwischen Bregenz und Feldkirch schrittweise modernisiert werden. Darunter etwa auch jener in Götzis. Während vielerorts die Arbeiten bereits abgeschlossen sind, kommt das Projekt in Götzis nicht so recht in Fahrt, sehr zum Ärger der Marktgemeinde. Als Hinhaltetaktik beschreiben Bürgermeister Christian Loacker und Gemeinderat Walter Heinzle das Verhalten der ÖBB und fordern nun eine unverzügliche Weiterführung des Projekts. Die letzten Gespräche fanden bereits im Herbst 2017 statt, passiert sei bislang aber nichts. „Wir stehen zu einer Modernisierung des Bahnhofs Götzis, so wie das vertraglich vereinbart ist. Mit dem Land und der Gemeinde Götzis befinden wir uns seit geraumer Zeit in einem intensiven Planungsprozess. Wünsche der Gemeinde wurden in der Planung berücksichtigt“, erklärt dazu ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Maier.

Bahnsteig und Rampe erhalten

Grundsätzlich sei man mit den Plänen bis auf ein paar Kleinigkeiten zufrieden, so Loacker. Eine dieser Kleinigkeiten betrifft etwa die Stilllegung des Hausbahnsteigs, also jenem direkt beim Bahnhofsgebäude. „Eine Auflösung bedeutet nicht nur weitere Wege für die Fahrgäste, zudem würde eine von drei Bahnsteigkanten wegfallen, sodass nicht einmal der aktuelle Fahrplan gefahren werden könnte“, so Gemeindechef Loacker. Aus Sicht der ÖBB hingegen sei der Hausbahnsteig aus dem Eisenbahnbetrieb heraus nicht notwendig. Der Marktgemeinde zufolge argumentiere die Bahn hier mit Mehrkosten von rund zehn Millionen Euro, verursacht durch eine erforderliche Verlängerung des Nebengleises. Bereits bei der letzten Besprechung wurde diese Notwendigkeit von Götzner Seite in Zweifel gezogen. Ein daraufhin vom Land gefordertes Betriebskonzept der Bahn liege jedoch bis heute nicht vor, sagt Loacker.

Ebenso wünscht sich die Gemeinde, dass die Zugangsrampe auf dem Inselbahnsteig erhalten bleibt. Für einen barrierefreien Zugang ist zwar die Errichtung eines Liftes vorgesehen: „Die Vorteile einer solchen Rampe sind aber für jede Person klar, die einmal mit dem Ausfall eines Liftes konfrontiert war“, so Gemeinderat Walter Heinzle. „Ob sich das alles ausgeht, ist nicht gesichert. Dazu befinden wir uns in weiteren Gesprächen. Wir sind optimistisch, dass wir wie schon bei den bisherigen Bahnhofsmodernisierungen in Vorarlberg auch hier partnerschaftlich zu einer Lösung kommen“, erklärt Gasser-Maier. 

Kostenfrage

Für Verwunderung in der Gemeindestube sorgen zudem die anteiligen Kosten, die von der Bahn für die Umbauarbeiten angesetzt werden. Nach einer Grobkostenschätzung gehen die ÖBB von etwa 51,5 Millionen aus. Für die Verantwortlichen im Rathaus entziehe sich diese Zahl jedoch jeglicher Realität, weil der Umfang der Modernisierung im Vergleich zu anderen Bahnhöfen deutlich geringer ausfallen würde.

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