Mehr Einwohner und neue Herausforderungen

04.07.2019 • 17:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Noch dieses Jahr leuchten die Lichter der Stadt für 50.000 Menschen. VN/Steurer
Noch dieses Jahr leuchten die Lichter der Stadt für 50.000 Menschen. VN/Steurer

Bevölkerungszuwachs in Dornbirn erfordert auch Investitionen.

Dornbirn Noch dieses Jahr wird Dornbirn die 50.000-EinwohnerMarke überspringen. Mehr Einwohner bringen aber nicht nur mehr Geld aus dem Steuertopf des Bundes für die Stadtkasse, sie stellen die Stadt auch vor neue Herausforderungen.

Im Juni dieses Jahres hatten in Dornbirn exakt 49.805 Menschen ihren Hauptwohnsitz. Wenn in absehbarer Zeit also die 50.000-Einwohner-Marke erreicht ist, erhöhen sich die Bundeszuschüsse um 2,5 Millionen Euro jährlich. Schon ab der 45.000-Einwohner-Marke gab es durch die sogenannte Einschleifregelung Jahr für Jahr mehr Mittel vom Bund. Das heißt aber nicht, dass die zehntgrößte Stadt des Landes bald im Geld schwimmt, denn mehr Menschen bedeuten höhere Investitionen.

„Es steigt der Bedarf an Schulen und Kindergärten. In Planung sind etwa ein neuer Kindergarten in Haselstauden oder Erweiterungen und Neubauten der Kindergärten Forach, Am Wall oder Erlosen“, weiß Vizebürgermeister Martin Ruepp, dass die Ausgaben in die Höhe schnellen werden. Neben dem laufenden Schulsanierungsprogramm steht der Neubau einer Volksschule im Forach an, auch für die Polytechnische Schule wird bald ein neues Gebäude fällig.

Mehr Menschen bedeuten auch mehr Wohnungen. Um die Siedlungsgrenzen einhalten zu können, lautet die Devise „Verdichtung nach innen“, also höher und platzsparend bauen.

Gleichzeitig ist die Stadt gefordert, das Angebot an öffentlichen Grünflächen, Parkanlagen, Spielplätzen oder Freizeiteinrichtungen zu erweitern. Um den durch wachsende Bevölkerungszahlen zunehmenden Individualverkehr in Grenzen zu halten, werden bald überlange Stadt- und Landbusse durch Dornbirn fahren. Auch zusätzliche Fahrradabstellplätze sind in Planung.

Eine Berufsfeuerwehr für eine Stadt mit 50.000 Einwohnern ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. In Dornbirn gibt es bei der Feuerwehr seit geraumer Zeit eine „schnelle Einsatztruppe“, die ohne Zeitverzögerung nach einem Alarm ausrückt. Die meisten Mitglieder dieser Mannschaft sind bei der Stadt auch in anderen Funktionen tätig. Gut aufgestellt ist laut Ruepp die Exekutive. Die Stadt verfügt immerhin über die zweitgrößte Sicherheitswache Österreichs, dazu kommen noch die Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei, die in absehbarer Zeit in das bereits im Bau befindliche neue Polizeirevier am Bahnhof übersiedeln werden. HA