Noch zwei Tage bis zum großen Spektakel

Vorarlberg / 04.07.2019 • 19:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marie-Louise Hinterauer (zweite von links) mit ihren guten Geistern im OK-Büro. Letzte Vorbereitungen laufen. VN/HÄMMERLE
Marie-Louise Hinterauer (zweite von links) mit ihren guten Geistern im OK-Büro. Letzte Vorbereitungen laufen. VN/HÄMMERLE

Im Gymnaestrada-Hauptquartier herrscht schon reges Treiben.

DORNBIRN Die Präsidentin des Organisationskomitees, Marie-Louise Hinterauer, beschreibt die Situation treffend. „Es steckt immer irgend jemand den Kopf in die Tür. Entweder um etwas zu erfragen oder um dich zu begrüßen. Das ist zwar schön, aber natürlich wirst du immer wieder von einer Tätigkeit abgelenkt.“

Glücklicherweise ist Hinterauer stresserprobt. Seit 6 Uhr in der Früh ist sie auf den Beinen, nichts mehr kann sie so schnell aus der Ruhe bringen. Am Montag übersiedelte das Herz des OK vom früheren Messebüro ins Sportgymnasium. Dort werden jetzt die letzten Vorbereitungen getroffen.

Janine, Felicitas und Julia sind fest in diese Vorbereitungen mit eingebunden. „Wir bereiten die Akkreditierungen vor“, teilt Janine mit. Julia hat sich schon mit komplexen digitalen Problemen auseinandergesetzt und sie gelöst. Vor einem der Räume daneben hat es sich eine Gruppe Dänen gemütlich gemacht, um etwas zu regeln.

Im Parterre des Sportgymnasiums bauen Wolfgang Hinteregger und Arzt Robert Spiegel mit mehreren Helfern das medizinische Versorgungszentrum auf. Kartons mit Medikamenten liegen am Gang und warten darauf, verstaut zu werden. Hinteregger fixiert das Schild mit dem Hinweis auf den Verwendungszweck der adaptierten Räumlichkeiten. Von den angekündigten Nationen haben es bereits Amerikaner, Schweizer, Portugiesen, Nepalesen und Mexikaner bis nach Dornbirn geschafft. Für andere angekündigte Delegationen ist der Traum von der Teilnahme am großen völkerverbindenden Turnfest leider geplatzt. „Betroffen davon ist das Team des Iran“, drückt Marie-Louise Hinterauer ihr tiefes Bedauern aus. Noch vor einigen Monaten hatte sie in Baku (Aserbaidschan) eine iranische Abordnung getroffen. „Sie haben sich auf ihr Kommen gefreut. Leider können wir da nichts tun. Die weltpolitische Situation geht bedauerlicherweise auch an uns nicht ganz spurlos vorbei.“

Kleine Hoppalas

Unangenehme Überraschungen gab es für die Veranstalter sonst nicht. Man spürt die Erfahrung vieler Mitglieder des OK-Teams, viele Dinge sind automatisiert, die Freude auf die Gymnaestrada überwiegt die Belastung bei Weitem.

Die kleinen Hoppalas nimmt man mit Humor oder gebotener Gelassenheit. „Es kann schon mal vorkommen, dass sich die Ankunft eines Flugzeugs verschiebt. Dann muss der Abholdienst halt einige Stunden dort warten. Aber was soll’s“, bemerkt die OK-Präsidentin mit einem Schmunzeln. Und schon stürmt wieder jemand durch die Tür. Ein Delegationsmitglied der portugiesischen Mannschaft zerdrückt Hinterauer fast vor lauter Wiedersehensfreude.