Auf der Montjola wird ab heute gebaggert

Vorarlberg / 07.07.2019 • 17:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Massive Straßenschäden machen eine Sanierung der Montjolastraße in Schruns unumgänglich. VN/JLO
Massive Straßenschäden machen eine Sanierung der Montjolastraße in Schruns unumgänglich. VN/JLO

Straßenbauprojekt in Schruns zieht Sperren nach sich.

Schruns Baggern statt fahren, schaufeln statt gehen heißt es ab heute auf der Montjolastraße (L 96) in Schruns. Rechtzeitig zum Ferienbeginn wird die von Rissen und Spurrillen in Mitleidenschaft gezogene Landesstraße, die Schruns und Bartholomäberg miteinander verbindet, einer Frischzellenkur unterzogen. Die Vorbereitungen dafür werden in der zuständigen Abteilung Straßenbau des Landes bereits seit einigen Monaten getroffen.

Um die Unannehmlichkeiten der vier bis fünf Monate dauernden Baustelle möglichst gering zu halten, war von Beginn an vorgesehen, die Hauptarbeiten über den Sommer abzuwickeln. Der Baustart sollte ursprünglich bereits Anfang Juni erfolgen. Doch im Zuge der Vorbereitungen für das Baulos stand die Durchführung der Arbeiten im heurigen Jahr kurzzeitig auf der Kippe. Grund dafür waren mehrere Quellen im Nahbereich zur Straße. Eine Geologin hatte Bedenken geäußert, die Arbeiten könnten sich negativ darauf auswirken. Diese Bedenken konnten in der Folge aber aus der Welt geschafft werden, weshalb die Arbeiten nun planmäßig in diesem Jahr erfolgen.

Davon betroffen ist ein rund 450 Meter langer Abschnitt im unteren Bereich der Straße (siehe Grafik). Dieser soll heuer einer Runderneuerung unterzogen werden, die unter anderem eine neue Entwässerung, eine Belagsanierung und die Verlängerung der bergseitigen sowie eine Erneuerung der talseitigen Stützmauer inkludiert.

Parallel dazu soll auch der bestehende Gehsteig um rund 70 Meter erweitert werden und damit eine Verbindung zum Bergknappenweg erfolgen. Last but not least kommt es zudem zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung in diesem Bereich. „Die Vergaben sind kürzlich erfolgt, somit kann das Bauprojekt planmäßig beginnen“, informiert Markus Luger vom Landesstraßenbauamt. Laut dem Projektverantwortlichen belaufen sich die Kosten auf rund eine Million Euro.

Ampel und Ersatzbusse

Während der Ferienzeit kommt es im Baustellenbereich untertags von 8 bis 18 Uhr zu einer Komplettsperre der Straße. Während der Nachtstunden wir der Baustellenbereich mittels Ampelregelung einspurig passierbar sein. Was den ÖPNV anbelangt, verkehren in dieser Zeit Ersatzbusse. „Ab Herbst wird die Straßensperre zwischen 12 und 13.30 Uhr unterbrochen und endet bereits um 16.30 Uhr“, informiert Luger.

Aufgrund der leichten Verspätung können die Arbeiten heuer wohl nicht komplett abgeschlossen werden. „Die Steinverkleidung der hangseitigen Stützmauer müssen wir auf das kommende Jahr verschieben. Je nach Witterung kann womöglich auch erst dann der Deckbelag aufgebracht werden“, informiert Luger. VN-JS

„Alle Vergaben sind erfolgt, somit kann es nun mit den Bauarbeiten losgehen.“