Die Gesundheit der Kinder im Fokus

07.07.2019 • 15:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Einer der Workshops fand mit den Kindern in der Volksschule Fluh statt.
Einer der Workshops fand mit den Kindern in der Volksschule Fluh statt.

„Gesunde Schulen“: bisheriger Projektverlauf sehr erfolgreich.

Bregenz Vor zwei Jahren hat die Stadt Bregenz mit Unterstützung verschiedener Partner das Projekt „Schulische Gesundheitskoordination“ ins Leben gerufen. Die bisherige Bilanz fällt sehr positiv aus. 

Was brauchen Kinder, um in der Schule fit und gut drauf zu sein? Antworten darauf gaben Kinder und Eltern in Befragungen und Workshops. Ziel: die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Mädchen und Buben. Im Zuge des Projektes „Schulische Gesundheitskoordination“ wurden die Bregenzer Pflichtschulen über einen Zeitraum von zwei Jahren beim Aufbau und der Weiterentwicklung eines Gesundheitsmanagements unterstützt. Alle an der Schule tätigen Fachpersonen wie Schulärzte, Sozialarbeiter, Schulpsychologen und Lehrkörper traten in gezielten Austausch miteinander. Es wurden die Gesundheitsangebote in der Schule und im umliegenden Sozialraum an den Bedarf der Zielgruppe angepasst, neue Angebote initiiert und Versorgungslücken geschlossen. Zudem wird stets Schulsozialarbeit an Volksschulen erprobt und entwickelt.

Bewegungsmöglichkeiten

Des Weiteren wurden die Schulen unter Beteiligung der Schüler sowie deren Eltern im Hinblick auf gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen durchleuchtet. In Gesundheitsteams wurden daraufhin Maßnahmen zur Etablierung einer gesundheitsfördernden Schulkultur diskutiert und initiiert, wie z. B. die Schaffung von ausreichend Bewegungsmöglichkeiten sowie von Orten und Zeiten der Erholung.

Schulärzte beraten

Daneben wurden auch die Gesundheitsangebote selbst weiterentwickelt. Ein Kernthema dabei ist das neue Modell der schulärztlichen Betreuung in Bregenz. Mehrere Mediziner führen nicht nur Schuluntersuchungen durch. Sie stehen den Kindern auch bei gesundheitlichen Fragestellungen beratend zur Seite und bilden im Bedarfsfall eine Brücke zwischen Schülern, Eltern sowie Fachärzten oder sonstigen Einrichtungen. Auch im psychosozialen Bereich stehen den Kindern ausgebildete Vertrauenspersonen zur Seite. So hat etwa das Institut für Sozialdienste erstmalig an drei Volksschulen Schulsozialarbeit erprobt. Die Erfahrungen daraus dienen jetzt als Grundlage für weitere Planungen auf Landesebene. Kooperiert wurde aber auch mit anderen Facheinrichtungen wie zum Beispiel dem „aks“, der „Supro“ oder der Kinder- und Jugendhilfe. Außerdem wurde ein „Handbuch zur Beratung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrpersonen“ erstellt.

Schließlich wurden Maßnahmen wie etwa Workshops zur Gewaltprävention, Angebote für gesunde Jause, Programme für Bewegung, Info-Veranstaltungen für Eltern erfolgreich durchgeführt.

Andere Gemeinden mit im Boot

Der Bregenzer Stadtrat Michael Rauth dazu: „Vor drei Jahren haben wir das Modell der schulärztlichen Betreuung neu aufgestellt und wir sind froh, dass nun jede Schule einen Schularzt hat, der nicht nur die vorgeschriebenen Untersuchungen macht, sondern vor allem auch für Beratung ein Stundenkontingent hat. Erfreulich ist, dass einige Städte und Gemeinden dieses Konzept nun nachahmen. Weiters geht es darum, dass Schüler und Schülerinnen lernen, was zu einem gesunden Lebenswandel gehört. Das beginnt bei gesundem Essen und reicht vom nötigen Schlaf, Ruhepausen, Bewegung und respektvollem Umgang miteinander bis zur Unterstützung von Schwächen.“ Sämtliche Bemühungen werden auch in Zukunft fortgesetzt. ama