Starke Lobby für die Alpen

07.07.2019 • 16:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Österreichs Älpler definieren Vorhaben für die Zukunft.

Mellau Unter dem Motto „Alp-Wirt.schafft.Partner“ trafen sich in den vergangenen Tagen 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich sowie dem Allgäu, Oberbayern und der Schweiz, um Fachvorträge anzuhören und über die Zukunft der Alpwirtschaft zu diskutieren.

Man war sich einig darüber, dass die Bande zwischen Alpwirtschaft, Tourismus und Handwerk eng geknüpft sind, und dass es vor allem die kleinen, übersichtlichen Strukturen sind, die diese Partnerschaft mit Leben erfüllen und einen hohen Qualitätsanspruch erheben.

Ein Garant für die Zukunft einer funktionierenden Alpwirtschaft müssten auch weiterhin die Leistungsabgeltungen sein. Sektionschef Johannes Frankhauser vom Landwirtschaftsministerium ging auf die Entwicklungen in der gemeinsamen Agrarpolitik der EU ein und präsentierte zentrale Ansätze für die Alpwirtschaft in der neuen Programmplanungsperiode bis 2027. Fazit: Die nationalen Leistungsabgeltungen im Programm Ländliche Entwicklung sind eminent wichtig für den Bestand. Dies belegt auch eine Studie aus dem Jahr 2016. So muss man laut Studie beim Wegfall der Leistungsabgeltungen von einem dramatischen Verlust in Höhe von 60 Prozent der österreichischen Alpfläche ausgehen.

Josef Rupp von der Privatkäserei Rupp und seines Zeichens Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer, ging in seinem Vortrag auf die seiner Meinung nach unterschätzte Bedeutung der Alpwirtschaft ein. „Die Alpwirtschaft, die unsere Kulturlandschaft pflegt, ist ein wichtiger Standortfaktor für unsere Industrie. Viele internationale Fachkräfte schätzen die Lebensqualität und Natur in Vorarlberg und ziehen diese den Großstädten wie Berlin und London vor“, ist der Unternehmer überzeugt.