Die Finnin Pirjo Thaler betreut in Höchst ihre Landsleute

08.07.2019 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Pirjo Thaler sieht die Gymnaestrada als wunderbaren Ausnahmezustand. Schon 2007 war sie im Einsatz. VN/HÄMMERLE

Rund 700 der 1500 während der Gymnaestrada anwesenden Finnen sind in Höchst untergebracht.

Höchst Natürlich ist sie hier, bei ihren Finnen. Prijo Thaler, die der Liebe wegen 1991 ihre Zelte in Vorarlberg aufschlug, macht sich schon seit der Früh in Höchst nützlich. Dort treffen schubweise ihre Landsleute aus dem hohen Norden ein, die meisten von ihnen sind bereits da und haben sich in den Schulen einquartiert.

„Ich heiße meine Landsleute willkommen, helfe bei der Einquartierung und stehe als Auskunftsgeberin zur Verfügung“, erzählt Thaler, die in Dornbirn wohnt, dieser Tage aber fast nur in Höchst anzutreffen ist.

Positive Gefühle

Die Gymnaestrada hat bei der 53-Jährigen schon alle positiven Gefühle geweckt, die diese Großveranstaltung auslöst. „Es ist ein wunderbarer Ausnahmezustand ausgebrochen. In dieser Woche ist alles besonders schön. Du kannst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln herumfahren und spezielle  Erlebnisse sammeln, du kannst zu den Außenbühnen gehen und herrliche Aufführungen sehen, Menschen aus der ganzen Welt treffen.“

Schon 2007 war Pirjo als Helferin bei der Gymnaestrada im Einsatz. „Damals hat uns die österreichisch-finnische Gesellschaft gefragt, ob wir uns zur Verfügung stellen könnten. Ich hatte 2007 nur eine Partnerin für diesen Job. Dieses Mal sind zehn Finnen für unsere Landsleute im Einsatz, und wir wurden vom OK-Team mit der Aufgabe betraut.“

Viele kulturelle Brücken zu überwinden gilt es für die Nordländer im beschaulichen Höchst nicht. „Wir Finnen sind wie ihr. Offen, herzlich, ausgestattet mit Handschlagqualität, versehen mit der ‚Schaffa, schaffa, Hüsle baua-Mentalität'“, beschreibt Pirjo Thaler die Gemeinsamkeiten.

1500 Finnen in Vorarlberg

Angefangen hatte das mit Höchst und Finnland vor der Gymnaestrada 2007. Eine Delegation der Turnerschaft Höchst machte einen Ausflug nach Espoo. „Als dann die Gymnaestrada in Vorarlberg Tatsache wurde, wollten wir die Finnen bei uns willkommen heißen dürfen“, erinnert sich Dietmar Brunner von der TS Höchst. Apropos Willkommen: Das heißt auf Finnisch „Tervotuoloa“, und auf Wiedersehen heißt „Näkemiin“. Auf großen Transparenten am Ortseingang- bzw. Ausgang finden sich diese Begriffe als Ausdruck der Verbundenheit mit den Gästen.

Insgesamt 1500 Finnen sind während der Gymnaestrada in Vorarlberg, die Hälfte davon in Höchst. 

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