Alpenbad wird zur Kassa gebeten

Vorarlberg / 09.07.2019 • 18:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Derzeit stellt der Eingangsbereich ein Provisorium dar. VN/JS
Derzeit stellt der Eingangsbereich ein Provisorium dar. VN/JS

Neue Infrastrukturgebäude werden im Montafoner Freibad errichtet.

Schruns Die Montafoner Wasserratten werden heuer auf eine harte Probe gestellt. Nicht nur dass die Bauarbeiten am an das Alpenbad Montafon angrenzende Tui Hotel das Badevergnügen in diesem Jahr beeinträchtigen. Kürzlich wurde auch der noch ausständige Zubau beim Eingangsbereich-Restaurant gestartet. „Die an der Errichtung des Tui Hotels beteiligte Strabag hatte noch Kapazitäten frei, die wir nutzen wollten“, begründet Bürgermeister Jürgen Kuster, warum der Baustart während der Sommersaison erfolgt.

Nicht weniger als 500.000 Euro fließen in den Bau einer neuen Kassa, eines Lagers sowie einer neuen Sanitäranlage mit Umkleiden, Duschen, WC und Schließanlage. „Der neue Zubau ist kompakter als das Vorgängergebäude“, zeigt sich Kuster vom vorliegenden Plan des Architekturbüros Vonier&Lang begeistert. Dieser sieht vor, dass der Kassabereich etwas verlegt wird und künftig südlich situiert ist. Der Sanitärbereich wird in einem Zubau auf der gegenüberliegenden Seite des Restaurants entstehen (siehe Grafik).

Fertigstellung im Mai 2020

Das Alpenbad Montafon stammt aus den 1970er-Jahren und ist vor rund zehn Jahren einer Runderneuerung unterzogen worden, bei der kaum ein Stein auf dem anderen blieb. Im Frühling des Vorjahrs wurden mit den desolaten Sanitärräumlichkeiten der letzte Bestand des ursprünglichen Bades dem Erdboden gleichgemacht. Schon damals sah der Plan vor, die verloren gegangene Infrastruktur ehestmöglich zu ersetzten. Durch die freigewordenen Kapazitäten des Hotelbauers in der Nachbarschaft packte man seitens der Gemeinden die Gelegenheit beim Schopf, um die Baumeisterarbeiten umgehend durchzuführen. „Es war davon auszugehen, dass während der Bauphase mit Belastungen zu rechnen ist“, kann der Bürgermeister den teilweise vorherrschenden Unmut in der badebegeisterten Bevölkerung nachvollziehen. Durch die nun parallel verlaufenden Arbeiten rechnet der Schrunser Gemeindechef mit einer Fertigstellung von Hotel, Infrastrukturgebäuden und Vorplatz im Mai 2020.

In einem weiteren Schritt soll es zur Erneuerung des letzten noch fehlenden Mosaiksteins kommen: der Neuerrichtung der Brücke über die Ill. Auch eine Änderung der Radwegführung in diesem Bereich steht laut Kuster im Raum. „Da ist derzeit aber noch nichts konkret“, merkt der Gemeindechef an, der schon jetzt von einem gelungenen großen Ganzen spricht: „Aktivpark, Alpenbad, Fußballplatz, Kinderspielplatz, Schanzenanlage und Hotel bilden demnächst eine harmonische große Sportanlage.“