„Fühle mich hier gleich viel jünger“

Vorarlberg / 09.07.2019 • 21:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Diny De Waal turnt schon seit sie vier Jahre alt ist. VN/Paulitsch
Diny De Waal turnt schon seit sie vier Jahre alt ist. VN/Paulitsch

Die 88-jährige Diny De Waal ist die älteste Teilnehmerin der Gymnaestrada.

Dornbirn Im Jahr 1953 wurde in Rotterdam die erste Weltgymnaestrada ausgetragen. 5000 Athleten aus 14 Nationen nahmen daran teil, darunter auch Diny De Waal aus den Niederlanden. Heute ist die rüstige Seniorin 88 Jahre alt und die älteste von 18.000 Teilnehmern der Gymnaestrada in Vorarlberg.

Ihre Begeisterung fürs Turnen zieht sich schon durch ihr ganzes Leben: „Ich habe mit vier Jahren mit Gymnastik angefangen, das hat mich immer schon begeistert“, erzählt Diny im VN-Gespräch. Tägliche Sporteinheiten sind für die Holländerin bis heute unverzichtbar, auch „wenn es mittlerweile schon ein bisschen schwerer fällt“, gesteht sie. Auf ihrem Crosstrainer strampelt sich die Turnerin regelmäßig fit, zudem geht es alle zwei Wochen zum Gymnastikunterricht.

Auf die diesjährige Weltgymnaestrada hat sich Diny De Waal schon lange gefreut, denn in Österreich hat die Rentnerin gemeinsam mit ihrer Familie schon zahlreiche Skiurlaube und Weihnachtsfeiertage verbracht. „Ich liebe die Berge und das Essen“, schwärmt Diny, die sich noch gut an die vergangene Gymnaestrada vor zwölf Jahren in Vorarlberg erinnern kann. „Das Team, die Stimmung und die Organisation sind einfach perfekt. Hier fühlt man sich rundum wohl.“

Gemeinsam mit ihrer 45-köpfigen Turngruppe, den „Andre Rieu Dance Sisters“, mit der sie schon 25 Jahre lang tanzt, trat sie am Wochenende die 14-stündige Busreise von Holland nach Vorarlberg an. „Mein Sohn wollte mich begleiten, aber ich wollte alleine fahren“, erzählt sie mit einem Schmunzeln. Ihr Sohn Hugo und ihre Tochter Renée ließen es sich dennoch nicht nehmen, mit dem Auto nachzureisen, um ihre Mutter bei den Auftritten anzufeuern und sie während der Woche zu begleiten.

„Die Jüngeren halten mich fit“

Eine Sonderbehandlung aufgrund ihres Altes möchte Diny nicht genießen. Genau wie die anderen Teilnehmer ist sie nicht etwa in einem komfortablen Hotel, sondern in einer spartanisch eingerichteten Volksschule in Dornbirn untergebracht. „Das beste an der Gymnaestrada ist, dass mich die Jüngeren fit halten. Ich fühle mich hier gleich viel jünger.“ Und fit muss die 88-Jährige sein, schließlich wird auch sie in dieser Woche einige Termine absolvieren. Nach ihrer ersten Aufführung am Montag stehen für die „Andre Rieu Dance Sisters“ am Donnerstag und Freitag in der Messehalle weitere Auftritte auf dem Programm. VN-tas