Massenspeisung in der großen Messehalle: 13.000 Hungrige kommen

09.07.2019 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
FOTOS: VN/SAMS

Für Caterer Ernst Seidl und sein Team ist jeder Tag bei der Gymnaestrada ein Großkampftag.

Dornbirn Die Atmosphäre entspricht jener eines Massenereignisses: ein Gewusel, ein permanenter Geräuschpegel, ein Kommen und Gehen. Es wird gespeist in der Messehalle 11 im Dornbirner Messeareal. Nicht weniger als 13.000 hungrige Mägen sollen gestopft werden. Die Massenspeisung zur Mittagszeit im Rahmen der Gymnaestrada erlebt ihren zweiten Akt.

Fleisch und Vegetarisch

Auf dem Menüplan für Montag sind zwei Gerichte angeführt: Pastapfanne mit gebratenen Rinderstreifen, dazu Koriander-Pesto und Granatapfelkerne ist das Fleischgericht, für die Vegetarier gibt es Perlgraupenrisotto mit Spinat  und Mangold Bergkäse. Zum Abschluss bietet die Küche noch ein Dessert an.

Caterer Ernst Seidl ist angespannt. Er befindet sich an einem Ende der Halle bei der Geschirrrückgabe und gibt den Helfern Anweisungen. Diese befinden sich gerade im Volleinsatz, da sehr viel Geschirr auf einmal zurückgegeben wurde. Während einer die Speisereste von den Tellern in eine Biomülltonne schiebt, geben die anderen die Teller in zwei große Kisten. In die eine Kiste kommen die Salatschüsseln, in die andere die Essteller. „Stapelt sie korrekt auf, dann ist alles stabil“, gibt der Chef einen Tipp und stößt dabei auf offene Ohren.

Ein Hotspot

Die jungen Helfer sind sehr fleißig. Sie kommen vom Sportgymnasium nebenan und sind voll in alle möglichen Dienste für die Gymnaestrada eingebunden. Ernst Seidl erklärt den Betrieb, während er mit Argusaugen nahezu jeden Handgriff an der Geschirrrückgabestelle verfolgt. „Es kommen hier jeden Tag 13.000 Teilnehmer, um ihre Mittagsmahlzeit einzunehmen. Für die Abwicklung der Speisung sind insgesamt drei Stunden vorgesehen“, berichtet der Caterer, der diese Mammutaufgabe täglich mit 157 Helfern bestmöglich zu bewältigen versucht.

Um die Wartezeiten möglichst kurz zu halten, erhalten die einzelnen Gruppen einen sogenannten Empfehlungszeitraum für die Einnahme ihres Mittagsmahls. „Wenn den alle einhalten, dann halten sich die Wartezeiten in Grenzen. Ansonsten kann es natürlich zu Staus kommen.“ Gerade kommt ein neuer Schub Teilnehmer herein, die Warteschlange wird länger. An der Geschirrrückgabestelle mit den jugendlichen Helfern aus dem Sportgymnasium ist es etwas ruhiger geworden. Zeit zum Verschnaufen, denn der nächste Schub Arbeit kommt bald. „Es ist ja gar nicht so streng“ findet Amanda. Ihr schmunzelnder Nachsatz: „Nur etwas schmutzig.“

Die Teilnehmer bekommen einen Empfehlungszeitraum für die Einnahme des Mittagessens.“

Ernst Seidl, Caterer

Beim Mittagsmenü in der riesigen Messehalle 11 trifft sich wie an kaum einem anderen Hotspot der Gymnaestrada die ganze Welt. Da speisen Japaner neben hungrigen Teilnehmern aus Trinidad/Tobago, oder Brasilianer neben Franzosen und Norwegern. Schmecken tut’s offensichtlich allen.

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