Mehr Pflegepersonal im Einsatz

09.07.2019 • 16:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die deutschen Gäste lernten auch die schönen Seiten des Landes kennen. szw
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Deutsche Pflegeschüler informierten sich in Vorarlberg.

wolfurt Im Schnitt ist in den Vorarlberger Altenpflegeeinrichtungen zeitgleich mehr Pflegepersonal im Einsatz als in vergleichbaren deutschen Heimen, was zu einer höheren Qualität in der Pflege und zu mehr Arbeitszufriedenheit beiträgt. Das war ein bedeutendes Ergebnis des Vergleichs der Arbeitssituation von Pflegekräften zwischen deutschen und Vorarlberger Seniorenheimen, welchen die Pflegeschülerinnen und -schüler aus Koblenz (Rheinland-Pfalz) im Rahmen einer viertägigen Studienfahrt zogen. Organisiert hatten diesen Austausch die Sozialzentren Wolfurt und Vorderlandhus in Röthis.

Andererseits zeigten sich die Pflegekräfte in Wolfurt und Röthis erstaunt, dass in Deutschland generell eine Ausbildungsvergütung von monatlich rund 1000 Euro brutto bezahlt wird, während es in Vorarlberg bis dato nur eine Art Taschengeld gibt. Studien in Deutschland besagen allerdings auch, dass nur zehn Prozent der Absolventen von Pflegeschulen sechs Jahre nach ihrer Ausbildung noch im erlernten Beruf arbeiten. „Vielleicht kann für die eine oder andere Teilnehmerin der Studienreise der Arbeitsort Vorarlberg eine Alternative sein, bevor sie ihren Beruf an den Nagel hängt“, meinten die Geschäftsführer Erich Gruber (Vorderlandhus) und Gerd Schlegel (Wolfurt) positiv gestimmt. Sie wollen diesen Weg der Personalgewinnung fortsetzen.