Bürgermeisterschwund im Walgau und im Großen Walsertal

10.07.2019 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Große Veränderungen kommen auf den Walgau und das Große Walsertal zu. VN/JLO

Bei der kommenden Gemeinderatswahl treten acht Bürgermeister nicht mehr an.

Walgau Mit den kommenden Gemeinderatswahlen in Vorarlberg werden spätestens 2020 für den Walgau und das Große Walsertal große Veränderungen eintreten. So haben bereits acht der 18 Bürgermeister bekannt gegeben, dass sie bei der kommenden Wahl nicht mehr antreten werden. Zwei davon, Eugen Gabriel aus Frastanz und Anton Gohm aus Röns, gaben dabei bereits im Frühjahr ihre Posten an einen Nachfolger ab.

Abgänge bis 2020

Anton Metzler (Satteins), Gabriele Mähr (Schlins), Anton Mähr (Schnifis), Michael Tinkhauser (Bludesch), Stefan Bachmann (Blons) und Hermann Manahl (Raggal) haben ihre Rücktritte bereits in einem Gespräch mit der VN Heimat bestätigt. Die genannten Beweggründe für die Wechsel sind dabei unterschiedlich; so verhält es sich auch in Sachen Nachfolger: Während die einen bereits gefunden werden konnten, können andere Willige aus Gründen einer fehlenden Zugehörigkeit zur 2015 gewählten Gemeindevertretung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zum Bürgermeister gewählt werden. In anderen Gemeinden wiederum ist man noch auf der intensiven Suche nach einem Wunschkandidaten, der die meist großen Fußstapfen füllen soll. Und wieder andere überlassen die Entscheidung über ihre Nachfolge bewusst der Gemeindevertretung.

Reiche Erfahrung

Tatsache ist, dass nach der kommenden Gemeinderats- und gleichzeitig Bürgermeisterwahl (Frühjahr 2020) mindestens acht neue Gesichter an der politischen Spitze des Walgaus beziehungsweise des Großen Walsertals zu sehen sein werden, wobei auch die Wahlen dann selbst noch die eine oder andere Überraschung bringen könnten.

Für die acht Walgauer und Walsertaler Gemeinden (vielleicht auch neun) bedeuten die Abgänge der amtierenden Gemeindechefs aber auch, dass in Summe auf 111 Bürgermeisterjahre beziehungsweise reiche Erfahrung verzichtet werden muss. Des Weiteren scheiden acht engagierte Persönlichkeiten aus dem politischen Leben aus.