Gratulation zum Geburtstag

10.07.2019 • 15:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Hörbranz Am 11. Juli 1936 kam Arnold Jochum (83) als viertes von elf Kindern von Christian und Johanna Jochum in Hörbranz auf die Welt. Der Vater war Zöllner und hatte eine kleine Landwirtschaft. Nach dem Krieg übernahm der Vater eine größere Landwirtschaft von seiner Schwester, deren Mann verstorben war. Das bedeutete für Arnold und seine Brüder, dass sie jeden Tag schon um 5 Uhr im Stall arbeiten mussten. Mit elf konnte Arnold schon Traktor fahren und selbst seine Hose flicken. Mit vierzehn erkrankte er an Knochentuberkulose. Daher suchte er sich eine Arbeit, die weniger belastend für die Knochen war. So erlernte er im Alter von 17 Jahren das Schneiderhandwerk. Dank seiner guten Auffassungsgabe gelang es ihm bereits im zweiten Lehrjahr, als einziger Lehrling alleine einen Anzug zu fertigen. Weil das Schneidern zunehmend an Bedeutung verlor und auch schlecht bezahlt war, begann er gleich nach Lehrabschluss als Chauffeur bei der Firma Fohrenburg, eine Arbeit, die ihm sehr gut gefiel. Aus gesundheitlichen Gründen wechselte er in die Druckerei Russ, wo er Druckklischees machte und sich schon nach drei Wochen beweisen konnte, weil ein Mitarbeiter erkrankt war. Nebenher bildete er sich auf eigene Kosten mit Kursen weiter und baute zudem seine Hühnerfarm auf. In seinen besten Jahren stammten Jochums Eier von fast 6000 Legehühnern und zudem hatte er 2000 Masthennen für Brathennele. In den Jahren 1972 bis 1975 absolvierte er beim Wifi das Kaufmannsdiplom. 1981 kaufte Arnold in der Lindauerstraße 53 ein Haus mit Laden, wo es Bastelwaren, Papier, Süßwaren und Tabak und später auch Lottoscheine zu kaufen gab. Diesen Laden führte er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1996. Eine Nichte hat nun das Geschäft übernommen.

1962 lernte Arnold beim Hörbranzer Musikerball die um drei Jahre jüngere Waltraud Brunner kennen. Am 28. September 1963 fand die Hochzeit statt. Aus der Ehe stammen vier Kinder, ein Sohn, ein Zwillingspärchen und noch eine Tochter. Inzwischen haben auch schon acht Enkel das Licht der Welt erblickt.

Da Arnold Bastelwaren verkauft hat, machte er auch Bastelkurse, um seine Kunden gut beraten zu können. In seiner Pension hat er dann das Basteln, das Malen von Bildern und Holzschnitzen zu seinen Hobbys gemacht. Er pflegt zudem einen großen Garten, wo allerhand Essbares gedeiht. Arnold kocht selber und backt auch das Brot selbst. Viel Freude machen ihm auch Reisen.

Das Jubiläum feiert er mit seiner jüngsten Tochter, die ihn zur Gymnaestrada eingeladen hat. Für die Zukunft wünscht er sich, das Leben genießen zu können, so lange es ihm beschieden ist.