Klaus Hämmerle über die Gymnaestrada und die Magie des Turnens

10.07.2019 • 06:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die zahlreichen Aktiven der Turnerschaften Vorarlbergs zeigen bei der Gymnaestrada beeindruckende Leistungen. VN/STEURER

Keine Sportart liefert bessere Voraussetzungen für alle möglichen Formen der Bewegung als das Turnen.

Die so oft beklagte Bewegungsarmut von Kindern und Jugendlichen ist auf der Gymnaestrada ein Fremdwort. Dort gibt es nicht nur die tägliche Turnstunde, sondern ein Dauerfeuerwerk an Bewegung, Akrobatik und Demonstrationen perfekter Körperbeherrschung.

Es ist nicht nur die Schönheit des Turnens, die wir auf der Gymnaestrada sechs Tage lang veranschaulicht bekommen. Es ist vor allem dessen Wert.

Turnen verbindet. Es bringt Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedenster Kulturen zusammen. Im Gleichklang der Bewegung von Gruppen entsteht für jeden Einzelnen ein ganz besonderes Gefühl der Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit. Sollte es Zeiten gegeben haben, in denen das Turnen als Breitensport durch Modesportartarten etwas in den Hintergrund gedrängt wurde, dann ist die Gymnaestrada dafür das perfekte Gegenmittel. Turnen verbessert das Körpergefühl. Nicht umsonst sagen Bewegungsexperten immer wieder, dass Turnen die beste Grundlage für andere Sportarten ist. Egal ob Skifahren oder Ballsportarten: Turnerinnen und Turner tun sich überall leichter. Die Motorik ist besonders geschult, das Gleichgewichtsgefühl ein besseres.

Turnen ist geil. Es lässt ganz besondere Ausdrücke von Freiheit und Beschwingtheit zu. Wer Saltos und Flick-flacks beherrscht, wird (nicht nur) dieser Tage bewundert.

Turnen ist magisch. Wer den Beweis dafür geliefert haben will, soll sich nur einen Tag Gymnaestrada reinziehen.

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