Campus Rotkreuz hat jetzt ein Gesicht

Vorarlberg / 11.07.2019 • 18:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Jury unter dem Vorsitz von Architektin Marta Schreieck hat zwei Tage lang im Lustenauer Feuerwehrhaus getagt. Gemeinde
Die Jury unter dem Vorsitz von Architektin Marta Schreieck hat zwei Tage lang im Lustenauer Feuerwehrhaus getagt. Gemeinde

Jury kürt Sieger des Architekturwettbewerbs für neuen Schulcampus.

Lustenau Aus den 22 eingereichten Projekten für den Architekturwettbewerb Campus Rotkreuz ging das Projekt des Wiener Architekturbüros Fasch & Fuchs Architekten als Sieger hervor. Der Entwurf von Hemma Fasch und Jakob Fuchs hat die Jury unter dem Vorsitz der Architektin Marta Schreieck auf allen Ebenen überzeugt. Den Architekten sei es gelungen, „unter größtmöglicher Erhaltung des Bestandes alle unterschiedlichen Anforderungen wie selbstverständlich in einem kompakten, gleichzeitig räumlich überaus großzügigen Baukörper zu integrieren und mit Bestand und Neubau ein gemeinsames Ganzes zu schaffen“, heißt es in der Begründung der Jury.

Im Ortsteil Rotkreuz errichtet die Gemeinde Lustenau einen Campus mit einem Cluster für Volksschule und Sonderpädagogisches Zentrum mit Ganztagsbetreuung, Elternberatung, einer Produktionsküche für die Bildungseinrichtungen, einem Kindergarten und einer Doppelturnhalle. Gemeinsam mit einem neuen Betreuten Wohnen in der Nachbarschaft, einer neuen Kleinkindbetreuung, einem neuen Fuß- und Radweg und einer Begegnungszone entsteht ein neues Quartier zwischen Bahnhof- und Rotkreuzstraße.  

Das Volksschulgebäude aus den 60er-Jahren wird im Zuge der Erweiterung von allen späteren Anbauten befreit. Beim Neubau ist ein weitläufiger Innenhof, der sich zur Heimkehrersiedlung hin öffnet, vorgesehen. Ein großzügiger gedeckter Freibereich ist an der nördlichen Grundstücksgrenze geplant. Mehrere Eingänge führen in das Gebäude, das unterschiedliche Funktionsbereiche verbindet. Ein wichtiges Element ist die neue Aula, die intern und extern genutzt werden kann. Der Kindergarten ist im ersten Obergeschoß situiert und verfügt ebenfalls über eine großzügige Freiterrasse. 

Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP), der gemeinsam mit Vizebürgermeister Daniel Steinhofer (ÖVP), Bildungsgemeinderätin Doris Dobros (FPÖ) und Gemeindeplaner Bernhard Kathrein in der Jury vertreten war, ist begeistert: „Das Siegerprojekt von Fasch & Fuchs setzt im Ortsteil Rotkreuz architektonisch neue Maßstäbe und bietet beste räumliche Voraussetzungen für moderne pädagogische Anforderungen.“ 

Nach dem Abschluss des Wettbewerbs werden jetzt Verhandlungen mit den Projektsiegern aufgenommen. Noch heuer soll die Gemeindevertretung den Grundsatzbeschluss für den Bau des Campus fassen. Der Baubeginn des gut 30 Millionen Euro teuren Projekts ist für 2021 avisiert, die Fertigstellung für 2023/24.  

Am morgigen Samstag, 13. Juli, von 10 bis 12 Uhr ist die Bevölkerung eingeladen, sich im Feuerwehrhaus von den Projekten und dem Siegerprojekt ein Bild zu machen.