Klaus Hämmerle zur Gymnaestrada: Ohne die freiwilligen Helfer ginge nichts

11.07.2019 • 07:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ingrid und Hannelore (v.l.) sind zwei von vielen guten Geistern, ohne die eine Weltgymnaestrada nicht möglich wäre. VN/HÄMMERLE

9000 freiwillige Helfer sind während der Gymnaestrada im Einsatz. Die Gäste verbeugen sich vor ihnen.

Morgens um halb neun in der Handelsakademie Lustenau: Im Foyer sitzt eine Gruppe Schweizer Teilnehmer beim Frühstück. Die Stimmung ist heiter. Genauso heiter wie bei jenen, die für das Morgenmahl verantwortlich zeichnen. Die fünf freiwilligen Helfer haben auch am vierten Tag der Gymnaestrada noch dieselbe Laune wie am ersten.

Keine Spur von Stress oder Missmut. „Es läuft alles bestens, und die Gäste sind sehr angenehm. Die am häufigsten verwendeten Worte, die wir hören, heißen ‚Merci vielmol'“, erzählt eine der Helferinnen. In der HAK Lustenau ist die Trachtengruppe für die Verköstigung der 250 eidgenössischen Gäste zuständig. In 74 weiteren Schulen, verstreut über 16 Gemeinden im ganzen Land, tun das unzählige andere Ortsvereine ebenso.

Insgesamt 9000 sogenannte Volunteers arbeiten unentgeltlich während der Gymnaestrada. Viele haben sich extra Urlaub genommen. Ihr Lohn? Unvergessene Begegnungen, dankbare Gäste, vielleicht aber auch nur das unausgesprochene „Wir brauchen dich“.

Ich stelle immer wieder fest, wie viele Vorarlberger in nichts stärker waren als im Schwach-Werden, als sie um ihre Mithilfe für das Weltturnfest gefragt wurden.

Die Ehrenamtlichen stammen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Der Vorstandschef schöpft Müesli genauso wie der Hilfsarbeiter Informationen vermittelt.

Die riesige Gruppe der Helfer an der Gymnaestrada ist wie eine eigene Nation mit eigener Kleidung. Sie brauchen nicht zu turnen, um Begeisterung auszulösen.

Vor ihnen verbeugen sich 18.000 Menschen aus aller Welt.