Vom Regenschirm bis zum Schnaps

11.07.2019 • 17:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Von Plüschtier bis zum T-Shirt: Sebastian, Aaron, Alexander und Markus haben den Stand im Griff. VN/Stiplovsek
Von Plüschtier bis zum T-Shirt: Sebastian, Aaron, Alexander und Markus haben den Stand im Griff. VN/Stiplovsek

Am Merchandising-Stand gibt’s alles, um das
Gymnaestrada-Gefühl mit nach Hause zu nehmen.

Geraldine Reiner

Dornbirn Wahre Gymnaestrada-Fans lassen sich von einem Geschlossen-Schild nicht aufhalten. Wann genau das Merchandising-Zelt auf dem Freigelände der Dornbirner Messe heute öffnet, ist darauf zwar nicht ersichtlich, aber es wird schon bald soweit sein. Immerhin herrscht im Inneren seit geraumer Zeit rege Betriebsamkeit. „Wir haben gestern bis zehn Uhr abends auf der Birkenwiese gearbeitet und sind daher nicht mehr dazugekommen, hier alles aufzufüllen“, begründet Sebastian Inama die etwas verspäteten Öffnungszeiten. Während der 24-Jährige und seine Kollegen Kartons auspacken und die Regale hinter der Theke mit Ware bestückt, warten vor dem Zelt bereits etliche Besucher auf Einlass. Die weniger geduldigen wollen es dann aber doch etwas genauer wissen. „When do you open?“, erkundigt sich eine Dame durch den Türschlitz. „10.15 Uhr.“

Wie bei jedem großem Sport­event darf auch bei der Weltgymnaestrada 2019 ein ordentliches Merchandising nicht fehlen. Abgewickelt wird der Verkauf über den offiziellen Lizenznehmer, die Firma Heppro aus Altach. „Es hat eine Ausschreibung gegeben, fünf Firmen haben sich beworben, der Bestbietende hat dann die Lizenz erworben“, erläutert Marc Brugger (46), Marketing- und Sponsoringchef der Gymnaestrada, das Prozedere. Heppro, den die Lizenz einen „hohen fünfstelligen Betrag“ gekostet hat, war bereits bei der Gymnaestrada 2007 und bei den EYOF im Montafon mit an Bord. Außerdem hat er die rund 6000 Schlafsets (Matratze, Polster und Decke) für die Teilnehmer, die in den Schulen untergebracht sind, geliefert.

Ob T-Shirts, Dorli das Maskottchen, Gin, Schnaps, Springseile, Regenschirme, Buttons, Pins oder Tassen – insgesamt können die Fans des größten Turnfestes der Welt über 100 verschiedene Artikel mit Gymaestrada-Branding mit nach Hause nehmen. „Wir haben die Vorgaben sehr streng gehalten. Ein sehr großer Anteil muss in Österreich produziert sein und ein sehr hoher Anteil nachhaltig. In Asien produzierte Teile sollten nur im einstelligen Prozentbereich dabei sein“, unterstreicht der Marketing- und Sponsoringchef.

Verkaufsschlager

Das Zelt am Messegelände ist täglich bis etwa 21 Uhr geöffnet. Außerdem werden die Fanartikel an den Außenbühnen und bei Veranstaltungen wie der Eröffnung feilgeboten. „Am ersten Tag haben sie uns ein bisschen überrannt. Da haben alle draußen vor dem Zelt gewartet, als ob es was gratis geben würde. Wir sind dann aber schnell reingekommen“, erzählt die Sebastian Inama, der Neffe von Lizenznehmer Dieter Hepp (55). Die Verlaufsschlager? „Die T-Shirts gehen gut, auch die Plüsch-Dorlis, Haargummis und Armbänder sind sehr beliebt. Der Dorli-Schlüsselanhänger ist schon so gut wie ausverkauft“, verrät der 24-Jährige. vn-ger

„Eine Veranstaltung in dieser Größe kann man nicht jeder Firma geben.“