Planungen für „das Herz von Lauterach“

Vorarlberg / 12.07.2019 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So soll es auf dem Alten Markt in Zukunft aussehen. Verkehrsfrei und mit Platz für Veranstaltungen. STP

So geht es mit der Neugestaltung des Alten Markts weiter.

Lauterach Wie es in einigen Jahren sein könnte, so war der Alte Markt in Lauterach am Montag umgebaut – der Gastgarten vor Michi’s Café war durch Tische und Bänke über den Straßenraum hinweg bis zum „Johann“ erweitert, der Verkehr war ausgesperrt und vor einer Bühne legten Bürgermeister Elmar Rhomberg, Paul Schwerzler und Carlo Baumschlager das Zwischenergebnis des kooperativen Planungsverfahrens vor. Der Abend auf dem Alten Markt machte deutlich – nach fast 20 Jahren Diskussion und Planung wird es ernst. Fachleute haben in den vergangenen Wochen und Monaten die Ideen, Anregungen und Wünsche der Bevölkerung „sortiert“, auf ihre Machbarkeit (und Finanzierbarkeit) abgeklopft und in ein Konzept gegossen, dass der Bevölkerung erneut zur Diskussion vorgelegt wurde. Bis Ende September sollen jetzt noch einmal Verbesserungen vorgenommen werden, ehe das Konzept am 24. September der Gemeindevertretung vorgelegt wird, die Beschlüsse zur weiteren Vorgangsweise fassen soll.

Im Westen geht es schneller

Zwei grundsätzliche Eckpunkte kristallisierten sich im Verlauf des Planungsverfahrens heraus: Eine Verlegung der L 190 wird es nicht geben, denn der Effekt dieser Maßnahme steht in keinem Verhältnis zum dafür erforderlichen finanziellen Aufwand. Zum Zweiten erscheint es sinnvoll, das Planungsgebiet in die Abschnitte West und Ost (der L 190) zu unterteilen, weil im westlichen Bereich wesentlich schneller konkrete Maßnahmen möglich scheinen. „Hier haben die Partner – i+R, Raiba und Gemeinde – den größten Teil der zur Disposition benötigten Flächen in ihrem Besitz und haben bei der Neugestaltung entsprechend freie Hand“, so Rhomberg, der optimistisch ist, dass hier schon in absehbarer Zeit baureife Konzepte auf dem Tisch liegen werden.

Zeithorizont 2030

Der Westabschnitt wurde deshalb mit „Rahmenplan West 2020“ überschrieben, während man für den Ostabschnitt als Zeithorizont „Rahmenplan Ost 2030“ ansetzte. „Wenn es schneller geht, soll es uns recht sein“, merkte Rhomberg an.
Während westlich der L 190 die Besitzverhältnisse einen baldigen Start erhoffen lassen, sind die Dinge östlich der Hauptstraße komplizierter. „Hier müssen mit Anrainern und Grundbesitzern entsprechende Verhandlungen geführt werden.“ Es gibt, wie Carlo Baumschlager darlegte, zwei Varianten für eine Verlegung der Straße Richtung Wolfurt, um den Platz zwischen Michi’s Café und „Johann“ verkehrsfrei machen zu können. STP