„Urlaub war ein Fremdwort“

12.07.2019 • 15:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Freizeitkapitän Manfred Madlener mit Gattin Kriemhilde 1993 auf dem Bodensee.
Der Freizeitkapitän Manfred Madlener mit Gattin Kriemhilde 1993 auf dem Bodensee.

Manfred Madlener, früherer Elektrofachhändler und Gastwirt in Koblach ist ein Neunziger.

KOBLACH Mit Manfred Madlener feiert morgen im Kreise seiner großen Familie ein bekannter Koblacher seinen 90. Geburtstag. Geboren am 14. Juli 1929 in Koblach, wuchs der Jubilar mit vier Geschwistern und ohne Vater auf, absolvierte von 1942 bis 1945 in Feldkirch seine Lehrzeit als Elektriker und arbeitete nach dem Lehrabschluss zehn Jahre in der Schweiz – jeweils fünf Jahre in Rorschach und in Appenzell.

Im Jahre 1966 eröffnete Manfred Madlener in Koblach ein Elektrofachgeschäft, das er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1996 führte. Der Betrieb wird heute von seinen Kindern, die in seine Fußstapfen getreten sind, erfolgreich weiter betrieben. 1979 erwarb Manfred Madlener den Gasthof „Harmonie“ in Koblach, den er neben seinem Elektrogeschäft noch acht Jahre führte. Das Gasthaus ist mittlerweile verpachtet. Im Erdgeschoß wurde eine Apotheke eröffnet, die von der Bevölkerung der Kummenberg­region sehr geschätzt wird.

Manfred Madlener beschäftigt sich sein Leben lang mit der Elektrotechnik und verfolgte auch stets die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet. „Arbeit hält jung“ ist das Lebensmotto des Jubilars, der mit seinem großen Einsatz und Fleiß viel geleistet und erreicht hat. „Wir hatten ständig viel zu tun, und Urlaub war für uns ein Fremdwort“, erinnert er sich heute.

In all seinen arbeitsreichen Jahren wurde er von seiner Gattin Kriemhilde, geborene Sieber aus Meiningen, mit der er seit 1951 verheiratet ist, unterstützt. Die Heirat fand am 23. April 1951 in der Heilig-Kreuz-Kirche in Bludenz statt. Mit Kriemhilde konnte er bereits das seltene Fest der Eisernen Hochzeit feiern. Schon 1957 konnte das Paar in ein eigenes, neues Haus einziehen.

Später, im Gasthaus „Harmonie“, war Krimhilde bei den Gästen eine beliebte Wirtin. Sie schaffte es, trotz der vielen Arbeit, den gemeinsamen acht Kindern eine vorbildliche Mutter zu sein und sie den respektvollen Umgang mit den Mitmenschen zu lehren. Das Ehepaar Madlener hat heute 19 Enkel und 22 Urenkel. Manfred Madlener steht allen mit Rat und Tat zur Seite und freut sich über das harmonische Miteinander in der Großfamilie.

Seit vielen Jahren gönnen sich die beiden einen kurzen Kuraufenthalt in Bad Reuthe oder verbringen erholsame Stunden in ihrem Wochenendhaus in Fußach. Manfred Madlener machte erst im Alter von 63 Jahren seinen Bootsführerschein für den Bodensee und war durch zehn Jahre hindurch Freizeitkapitän. Das Boot war ein regelmäßiger Treffpunkt für die große Familie. Ein Höhepunkt in ihrem arbeitsamen Leben waren zwei gemeinsame große Reisen Ende der 70er-Jahre: eine Flugreise nach Korfu und eine Mittelmeerkreuzfahrt, an der rund 700 Elektrohändler aus ganz Österreich teilnahmen. EE

Manfred Madleners Lebensmotto lautet: „Arbeit hält jung“. VN/Stiplovsek
Manfred Madleners Lebensmotto lautet: „Arbeit hält jung“. VN/Stiplovsek

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