Von Seelsorge und Penetranz

Vorarlberg / 12.07.2019 • 17:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lecher Geistlicher Jodok Müller soll nach Feldkirch übersiedeln und die Dompfarre übernehmen. VN/Dietrich
Lecher Geistlicher Jodok Müller soll nach Feldkirch übersiedeln und die Dompfarre übernehmen. VN/Dietrich

Übersiedelung Hinter den Kulissen pfeifen es die Spatzen von den Dächern, sowohl am Arlberg als auch in der Montfortstadt: Jodok Müller (59), langjähriger Seelsorger in der Pfarre Lech, soll nach Feldkirch übersiedeln und dort die Dompfarre übernehmen. Damit würde der in Immenstadt im Allgäu im benachbarten Deutschland geborene Geistliche das Erbe von Rudi Bischof (77) antreten. Rudi Bischof gibt somit neben seiner bisherigen Funktion als Generalvikar der Diözese von Bischof Benno Elbs (58) auch die Aufgabe des Dompfarrers ab. Neuer Generalvikar wird Pfarrer Hubert Lenz (53). Wer statt Müller künftig in Lech Seelsorger wird, ist noch offen. Die Lecher Pfarrgemeinderäte sollen bereits in die Pläne von Pastoralamtsleiter Martin Fenkart (43) eingeweiht worden sein, heißt es in der Gemeinde Lech, wo Müllers Abgang „bedauert wird“.

Zügig Dass wichtige Montafoner Anliegen nicht wie man erwarten dürfte vor Ort, sondern in Bregenz abgehandelt werden, wurde diese Woche deutlich, als es für die Montafoner Bürgermeisterabordnung „zügig“ nach Bregenz ging. Weil Statthalter Karlheinz Rüdisser (64, VP) und Mobilitätslandesrat Johannes Rauch (60, Grüne) sich offenbar nicht in der Lage sahen, den Weg ins Oberland auf sich zu nehmen, wurden die zehn Gemeindechefs um Standesrepräsentant und Bürgermeister Herbert Bitschnau (59) in einem Waggon der Montafonerbahn zum Pressegespräch um Bregenzer Bahnhof kutschiert.

Orbanisierung „Für Vielfalt und gegen die Orbanisierung des Gemeindeblatts.“ So lautet der Titel eines Antrags des Hohenemser Vizebürgermeisters Bernhard Amann (65, Emsige und Grüne), der bei der Rathaussitzung am kommenden Dienstag in die Tagesordnung aufgenommen werden soll. Amann nimmt darin Stadtchef Dieter Egger (50, FP) ins Visier. Seit dessen Antritt habe sich die Gazette zu Eggers „privater Werbebroschüre“ entwickelt. Amann kritisiert die überbordende Präsenz des Stadtchefs mit Konterfei im Gemeindeblatt und spricht dabei von Penetranz. Auch für die Erhöhung der Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit, die 2015 noch bei 47.000 Euro gelegen sein sollen und sich 2018 bereits mit 210.500 Euro zu Buche schlagen würden, findet Amann harte Worte. Im Antrag fordert Amann unter anderem, dass Stadträte künftig ihre Sprechstunden und alle Fraktionen ihre Budgetreden abdrucken dürfen.

„Kurz ist das größte ­politische Talent seit Jörg Haider.“
              Hanspeter Haselsteiner
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„Wenn man nichts im Kopf hat, hat man in der Politik nichts verloren. Ich habe sehr wohl Namen im Kopf.“
              LH Markus Wallner, VP
            über neue Regierungsmitglieder im VN-Gespräch

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„Ich stehe nicht an, zu sagen, dass ich manches auch verbockt habe.“
              Johannes Rauch, Grüne
            Landesrat findet bei der Landtagssitzung offene Worte

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