Kraftwerke und Kraftorte

Vorarlberg / 14.07.2019 • 16:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Während des Wanderns war genug Zeit für das eine oder andere Schwätzchen.
Während des Wanderns war genug Zeit für das eine oder andere Schwätzchen.

Beides gab es bei der Vkw Energiewanderung.

krumbach Kraftwerkswanderungen können mehr sein als nur auf den Spuren der Energiewirtschaft zu wandeln. Sie bringen Teilnehmer in Gegenden, an die sonst vielleicht keine Gedanken verschwendet würden. Dabei hat Vorarlberg abseits der Durchzugsstraßen so viel Schönes zu bieten. Bei der ersten Vkw Energiewanderung dieses Sommers ging es unter anderem in die Moore von Krumbach, einen Naturraum, der diesen Namen noch verdient.

Das einst größte Kraftwerk

Karl Dörler, langjähriger Geschäftsführer der Vkw Ökostrom-GmbH, und jetzt begeisterter Wander-, Stadt- und Kulturführer, hatte die Tour bestens vorbereitet. Zuerst geleitete er Teilnehmer hinab zum Speicher Bolgenach, der uneinsehbar von oben in einer Schlucht schlummert. Nicht weniger als 102 Meter misst der Schüttdamm, der das Wasser zähmt. Entsprechend spektakulär sind die Aussichten. Dass es keine Staumauer wurde, war laut Dörler der Geologie geschuldet. Der Speicher gehört zum Kraftwerk Langenegg, dem einst größten Kraftwerk der Vkw. Heute produziert es zwei Millionen Kilowatt Strom und deckt den Energie bedarf von 45.000 Haushalten.

Danach führte der Weg vorbei an den architektonisch ausgefallenen Bushaltestellen von Krumbach zur Kapelle Salgenreute, ebenfalls ein Architekturjuwel. Kunsthistorikerin Heidi Kurz erläuterte deren Geschichte, während die Wanderer andächtig lauschten und Kraft für die weitere Etappe tankten. Moor- und Naturparkführerin Ruth Steurer klärte über die Bedeutung der Moore auf, die allerdings immer weiter auszutrocknen drohen. Doch allein schon die Vielfalt der Pflanzen und die Stille, die auffällig war, verzauberten diesen Tag.

Weiter ging es in Richtung der Kraftwerke Langenegg und Alberschwende, zu denen die Wanderer noch einmal tief absteigen mussten. Dort fanden sich noch Teile der Trasse des Wälderbähnles, was bei einigen Erinnerungen wachrief. Wie Adlerhorste kleben die Kraftwerksgebäude an den Hängen. Besichtigt werden konnten allerdings nur das Kraftwerk Alberschwende. Für die interessierte Besucherschar wurden sogar kurz die Turbinen abgeschaltet, und wieder umfing alle eine wohltuende Ruhe. VN-MM

Die Lourdes-Kapelle in Krumbach ist ein architektonisches Juwel.vn/mm
Die Lourdes-Kapelle in Krumbach ist ein architektonisches Juwel.vn/mm
Der Speicher Bolgenach liegt landschaftlich schön und wurde deshalb zum beliebten Fotomotiv.vn/steurer
Der Speicher Bolgenach liegt landschaftlich schön und wurde deshalb zum beliebten Fotomotiv.vn/steurer

„Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der Vorarlberger Nachrichten mit Unterstützung von illwerke/vkw.