Tschagguns: 14-Jähriger aus Felsspalte gerettet

Vorarlberg / 16.07.2019 • 16:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Polizeihubschrauber Libelle hob zu einem spektakulären Einsatz ab. Polizei

Außergewöhnliche Bergung eines jungen Wanderers durch Hubschrauberteam.

Tschagguns Wie die Polizei am Dienstag berichtete, ereignete sich der spektakuläre Rettungseinsatz bereits am vergangenen Sonntag. Ein 14-jähriger deutscher Urlaubsgast war gemeinsam mit einer Gruppe gegen 16.25 Uhr in Tschagguns auf dem Wanderweg von der Sulzfluh kommend in Richtung Tilisunahütte unterwegs gewesen.

Im Karstgebiet, Bereich Karrenfeld, überquerte der junge Wanderer ein Schneefeld, brach ein und stürzte in eine ungefähr sechs Meter tiefe Felsspalte. Da es dem Jungen nicht möglich war, aus eigener Kraft aus der Felsspalte zu gelangen, setzte eine Begleiterin einen Notruf ab. Weil der 14-Jährige unverletzt geblieben war, stieg statt des Notarzthubschraubers der Polizeihubschrauber Libelle zum Unglücksort auf.

Problemfaktor Nebel

Wegen des immer wieder aufziehenden Nebels war eine Taubergung nicht möglich. Nach der Besichtigung der Unfallstelle wurde der Hubschrauber als Ankerpunkt verwendet und das Kletterseil an den Kufen der Maschine befestigt. Der Pilot musste dabei im Hubschrauber bleiben, um die Maschine ruhig zu halten, da kein ebener Untergrund vorhanden war. Der Flight Operator konnte sich folglich in die Felsspalte abseilen, dem Jungen das Bergedreieck anlegen und das Seil für die Seilrolle einhängen. Nachdem der Flight Operator mittels Prusiktechnik aus der Spalte gestiegen war, konnte der Junge mit der Hilfe der Begleiter aus dem Loch gezogen werden. Er blieb unverletzt.