Falsche Polizisten wieder mit neuer Masche

Vorarlberg / 17.07.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vor allem Seniorinnen geraten immer wieder ins Visier von Telefonbetrügern. VN

Landeskriminalamt warnt einmal mehr vor dreisten Betrügern am Telefon.

Schwarzach Erst kürzlich trat wieder eine Anrufwelle mit falschen Polizisten im Raum Bregenz und Dornbirn auf (die VN berichteten). Unbekannte Täter teilten dabei ihren potenziellen Opfern mit, dass sie gegen Verbrecherbanden ermitteln, die es auf das Vermögen der Opfer abgesehen haben. Die falschen Polizisten überzeugen ihre Ansprechpartner durch geschickte Gesprächsführung davon, dass sie deren Vermögen schützen würden. Dadurch kam es in Vorarlberg bereits zu drei vollendeten und einer Vielzahl von versuchten Betrugstaten.

Das Spiel mit Angehörigen

Nun warnt die Kriminalpolizei vor weiteren Anrufen in Zusammenhang mit der Vorgabe der Telefonbetrüger, dass ein naher Angehöriger in ein Unfallgeschehen verwickelt sei. Anlässlich einer aktuell auftretenden Anrufwelle suchen die unbekannten Täter Rufnummern und Namen aus dem Telefonbuch heraus, kontaktieren die Opfer meist über das Festnetz und geben sich als Polizeibeamte aus. Um die notwendige Glaubwürdigkeit zu erlangen, täuschen die Täter mit einer speziellen Informationstechnik den Polizeinotruf (133) oder die Festnetznummer der Polizei (059133) vor.

Sie behaupten, dass ein naher Angehöriger (z. B. Tochter) in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt und nun in Haft sei. Unter dem Vorwand, dass die Versicherung abgelaufen sei, fordern die dreisten Täter die sofortige Bezahlung eines größeren Geldbetrags als angebliche Kaution. Zur Untermauerung ihrer Geschichte sind teilweise weinerliche Frauenstimmen, bei denen es sich angeblich um die inhaftierte Angehörige handeln soll, im Hintergrund zu hören.

Sicherheitshinweise

Dubiose Telefonate sofort beenden. Die Person am anderen Ende der Leitung ist gut geschult und darauf trainiert, einen bei der Stange zu halten.

Am Telefon nie Informationen zu finanziellen Verhältnissen preisgeben. Die richtige Polizei wird am Telefon nie Angehörige über ein derartiges Unfallgeschehen in Kenntnis setzen noch die Ausfolgung von Geld oder Schmuck verlangen.

Niemals Geld oder sonstige Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben.

Den Anruf sofort bei der nächsten Polizeidienststelle melden.