Die Post bleibt in Fußach

Vorarlberg / 22.07.2019 • 20:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Post hat in Fußach Tradition: Verena Hagen, Büroleiterin im Gemeindeamt, mit der Sondermarke zum Jubiläum des „Fußacher Boten“. AJK
Die Post hat in Fußach Tradition: Verena Hagen, Büroleiterin im Gemeindeamt, mit der Sondermarke zum Jubiläum des „Fußacher Boten“. AJK

Gemeinde übernahm nun selbst die Poststelle mit integriertem Bürgerservice.

FUSSACH In Fußach betreibt seit Wochenanfang die Gemeinde das Postamt selbst. Bürgermeister Ernst Blum freute sich darüber, dass mit Besitzer Reinhard Blum Einvernehmen über die Nutzung des Hauses gefunden werden konnte.

Die Post wollte ihr Postamt im Ort bereits vor Jahren nicht mehr selbst betreiben. Deshalb sprang die Integra ein. Weil inzwischen die Förderrichtlinien für die Beschäftigung Arbeitssuchender geändert wurden, musste diese Einrichtung ihren Einsatz an der Dorfstraße beenden.

Die Fußacher müssen dennoch nicht auf die Dienstleistungen der Post verzichten. Die Gemeindevertretung hat gerne zugestimmt, als Bürgermeister Ernst Blum den Vorschlag machte, dass die Gemeinde diese Serviceeinrichtung selbst übernimmt. Das Haus Dorfstraße 38 wurde außen und innen saniert und neu eröffnet.

Zudem wurde das Angebot erweitert: Es gibt ab sofort auch den Bürgerservice der Gemeinde. Ob Formulare oder Müllsäcke – der Postler gibt gerne heraus, was die Bürger benötigen. Zudem finden sich auch verschiedene Waren, die regionale Hersteller im Postamt präsentieren.

Beim kleinen Eröffnungsfest ging der Bürgermeister kurz auf die Postgeschichte ein. Durch den „Fußacher Boten“ war der Ort einst wichtige Schaltstelle im Postverkehr zwischen Lindau und Mailand. Per Lastschiff und Kutsche wurden Passagiere, Waren und Dokumente befördert. In die Fußstapfen dieser Postpioniere aus den Familien Spehler und Vis (Weiß) tritt jetzt wieder ein Weiß, nämlich Wolfgang Weiß, der schon in verschiedenen Postämtern Erfahrung gesammelt hat. AJK