Trockene Frödisch ist natürliches Phänomen

23.07.2019 • 13:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Frödisch hat ein kleines Einzugsgebiet, aufgrund der geologischen Begebenheiten im Unterlauf versickert das wenige Wasser deshalb oft über Monate. VN/SCHWEIGKOFLER

„Wie eine Mondlandschaft“ schaue die Frödisch aus, schildert eine Anwohnerin und wundert sich, warum das so ist. Dass der Bach austrocknet ist aber ein ganz normales Phänomen.

Gernot Schweigkofler

Zwischenwasser, Sulz „Die Frödisch schaut aus wie eine Mondlandschaft“, berichtet Hannelore Kotterba-Keckeis Frödisch-Anrainerin aus Zwischenwasser. „Viele würde es interessieren, wieso das so ist.“ Ein Aushängeschild als Naherholungsgebiet sei der Bach jedenfalls nicht.

Thomas Blank vom Amt für Wasserwirtschaft beim Land Vorarlberg weiß die Antwort: „Wie zahlreiche Gewässer hat die Frödisch bei Trockenheit nur sehr wenig Wasser“, erklärt er. Da der Untergrund hier zudem sehr schottrig ist, versickere das wenige Wasser im Unterlauf des Baches einfach. Das Wasser der Frödisch kommt aus dem Freschengebiet, das Einzugsgebiet sei sehr klein. Es handle sich also um eine natürliche Erscheinung, die geringfügige Wasserentnahme für den Sulner Mühlebach bachaufwärts spiele da keine Rolle. Kleinere Regenereignisse würden nur kurzfristig helfen. „Die Frödisch ist einfach über viele Monate trocken.“