Seit 60 Jahren für einander da

Vorarlberg / 24.07.2019 • 15:18 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Grete und Sepp blicken mit Stolz auf das gemeinsam Geschaffene zurück.
Grete und Sepp blicken mit Stolz auf das gemeinsam Geschaffene zurück.

bludenz Auf 60 Ehejahre blicken heute Josef und Grete Wegeler zurück und feiern dieses besondere Jubiläum im engsten Familienkreis.

Grete wurde am 26. März 1933 im Emmental bei Bern als Jüngste von sieben Kindern geboren und ist behütet aufgewachsen. Bald zog die Familie nach Murten, wo sie ihre Schulzeit absolvierte und danach in der Uhrenmanufaktur tätig war. Einmal im Jahr reist sie immer noch in ihre geliebte Heimat, um dort das Heimweh abzustreifen.

Josefs Wiege stand in München, wo er als jüngstes von vier Kindern am 19. Dezember 1928 geboren wurde. Leider verstarb seine Mutter, als er erst zwei Jahre alt war. Er wurde daraufhin, zusammen mit seiner Schwester, ins Kinderheim gebracht. Dort wuchs er auf, und es gefiel ihm laut seiner Schilderung recht gut. Während der Kriegsjahre lernte er den Kochberuf, der ihn später in mehrere Länder führte. So auch nach Murten, wo er bei einer Tanzveranstaltung 1954 seine Grete kennenlernte. Bald stand für Josef fest, dass er mit Grete seine große Liebe gefunden hatte und mit ihr sein zukünftiges Leben verbringen wollte.

Sie schmiedeten Zukunftspläne und am 25. Juli 1959 wurde an einem wunderschönen Tag in der romantischen Kirche bei Wahlern das Jawort gegeben und im Gasthaus in Schwarzenburg in großer Gesellschaft ausgiebig gefeiert.

Ankunft in Vorarlberg

1961 übersiedelten sie nach Österreich, wo Josef bei der Firma Getzner in Bürs als Chefkoch seinen neuen Wirkungsbereich fand, den er bis kurz vor der Pensionierung 1988 innehatte. Krankheitsbedingt arbeitete er die letzten Jahre seines Berufslebens als Portier in der Lünersee in Bürs.

Die Familie vergrößerte sich um die drei Töchter Hildegard, Cornelia und Susanne, die der ganze Stolz der Eltern waren und eine wunderschöne Kindheit verbrachten. Die späteren Nachzügler, die Zwillinge Alexander und Martin, starben leider in ihrer ersten Lebenswoche. Als die drei Töchter größer wurden, begann Grete, die früher gerne Schneiderin geworden wäre, im Stoffkollektionsbüro der Firma Getzner zu arbeiten. Dort hat ihr die Arbeit viele Jahre bis zur Pensionierung 1993 sehr gut gefallen. Nähen und Stricken zählte zu Hause immer zu ihren Hobbys.

Schicksalsschläge

Mit aller Härte schlug das Schicksal am 5. Mai 1978 zu, als Tochter Cornelia mit erst 17 Jahren bei einem schrecklichen Verkehrsunfall tödlich verunglückte. Dieses erschütternde Ereignis bewirkte, dass Josef kurz darauf an einer schweren Lungenkrankheit erkrankte. Nach fast einjährigem Spitalsaufenthalt in St. Gallen konnte er erfolgreich operiert werden. Auch eine spätere Krebserkrankunkg hat er mit Zuversicht gemeistert. Grete hat in gleicher Weise ebenso tapfer die eine oder andere Krankheit ertragen und sich trotzdem stets ihren positiven Lebenswillen bewahrt.

Inzwischen 90 und 86 Jahre alt, sind Josef und Grete froh, dass sie noch gut fast ohne Hilfe in ihrer Wohnung zurechtkommen. Dankbar sind sie aber für die Unterstützung durch ihre Kinder. Außerdem leisten ihnen der Mobile Hilfsdienst und Krankenpflege regelmäßig gute Dienste.

Grete widmet sich ihrem geliebten Blumengarten, mit Freude machen sie kleine Ausflugsfahrten mit den Familien ihrer beiden Töchter, die in Schlins und Nenzing wohnen. Stolz sind sie auf ihre vier Enkelkinder und verfolgen mit viel Interesse und großer Freude deren Entwicklung. Der einzige Urenkel, der vierjährige David, übersiedelte heuer leider mit seinen Eltern nach Sydney. Dafür erfahren die Urgroßeltern aber oft interessante Neuigkeiten aus „Down Under“!

Möge dieser 60. Hochzeitstag zu einem ganz besonderen Ereignis im Leben der Jubilare werden und ihnen noch viele weitere glückliche Jahre beschieden sein!

Am 25. Juli 1959 läuteten die Hochzeitsglocken.
Am 25. Juli 1959 läuteten die Hochzeitsglocken.