Bludenz führt die Hitzehitparade an

Vorarlberg / 25.07.2019 • 18:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Abkühlung gefällig? Das Wasser im Harder Binnenbecken hat derzeit rund 26 Grad. Da springt man doch gerne rein. VN/Paulitsch
Abkühlung gefällig? Das Wasser im Harder Binnenbecken hat derzeit rund 26 Grad. Da springt man doch gerne rein. VN/Paulitsch

In der Alpenstadt wurden am Donnerstag 35,5 Grad gemessen.

Schwarzach In Lingen in Niedersachsen fiel am Donnerstag mit 42,6 Grad der deutsche Hitzerekord. In Paris schwitzten die Menschen ebenfalls bei über 42 Grad. In den Niederlanden wurde in Gilze-Rijen erstmals die 40-Grad-Marke geknackt. Auch London (36,9 Grad) meldete den heißesten Tag seit Beginn der Temperaturaufzeichnung. In Vorarlberg wurde der Allzeitbestmarke aufgrund die Quellbewölkung zwar nicht erreicht, heiß war es aber trotzdem. Die Hitzehitparade (Stand: 16 Uhr) führte Bludenz mit 35,5 Grad an, gefolgt von Feldkirch (34,7 Grad), Dornbirn (34,2 Grad) und Alberschwende (33,6 Grad). Die Alpenstadt lag laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) damit auch an fünfter Stelle der heißesten Orte in Österreich. Angeführt wurde das Ranking von Leoben mit 35,8 Grad. Die Meteorologen gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Hitzewelle damit erreicht ist. Heute, Freitag dürfte es zumindest um ein paar Zehntel kühler werden.

Ozonbelastung

Neben den Temperaturen ließ Hitzehoch Yvonne auch die Ozonwerte in die Höhe schnellen. An der Messstelle Lustenau-Wiesenrain wurde am Donnerstag die Ozoninformationsschwelle von 180 µg/m3 überschritten. „Während der Hitzeperiode der vergangenen Tage war ein kontinuierlicher Anstieg der Ozonwerte zu verzeichnen“, teilte das Umweltinstitut in einer Aussendung mit. Bisher habe sich die Ozonbelastung im Land in Grenzen gehalten. Zu Ozonbelastungen jenseits der Informationsschwelle komme es vor allem dann, „wenn sehr hohe Temperaturen mit wind­armen Verhältnissen gekoppelt sind“, erläutern die Experten.

Einer der heißesten Sommer

Auch wenn es noch über fünf Wochen bis zum Ende des meteorologischen Sommers sind, eines steht bereits jetzt fest: Der Sommer 2019 wird laut Alexander Orlik von der ZAMG mit großer Wahrscheinlichkeit einer der fünf heißesten Sommer der 253-jährigen Messgeschichte. Auch Platz 1 ist noch möglich. „Damit es ,nur´Platz 6 wird, müsste der August um 2,7 Grad zu kalt ausfallen. Ähnlich kühl war ein August zuletzt 1976“, führt der Klimatologe aus.