Bludesch kämpft gegen Müllsünder

Vorarlberg / 25.07.2019 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Richard Rauter vor dem Waldstück im Thomasweg, in welchem regelmäßig Grün-, Rest und sogar Sperrmüll entsorgt wird.  VN/JLO

Gemeinde und Agrar auf der Suche nach Hinweisen beim Thomasweg.

Bludesch Seit geraumer Zeit hat die Bludescher Verwaltung mit Müllsündern zu kämpfen. „Besonders in den Frühlings- und Sommermonaten stellen viele Menschen den Müll einfach bei den öffentlichen Müllkübeln ab, werfen ihn auf die Straße oder entsorgen ihn in den Wäldern“, informiert dabei Richard Rauter vom Bludescher Bauhof.

So wurden in den vergangenen Tagen beispielsweise bei der Radbrücke nach Nenzing Müll gefunden – scheinbar von einem Fest – und beim Thomasweg, einer beliebten illegalen Deponie, große Mengen an Grünmüll ausgehoben. „Da hatte ich auch schon gröbere Sachen wie ein Lattenrost, Matratzen und sogar Windeln gefunden“, sagt Rauter. In der Gemeindestube ist man sich des Problems schon seit langem bewusst, und auch seit längerem schon auf der Suche nach Lösungen.

Schuld und Sühne

„In Vergangenheit konnten wir einige Müllsünder durch den Inhalt des Mülls überführen, auch Augenzeugen haben uns schon geholfen“, informiert Bürgermeister Michael Tinkhauser. Diese wurden dann zuerst mit einer Verwarnung und dann mit einer Strafzahlung konfrontiert. „Viele haben sehr böse reagiert, wurden dann aber kleinlaut, als wir ihnen die Beweise vorlegten“, führt er weiter aus.

Genützt hat es aber nur wenig bis nichts, denn immer noch findet Rauter auf seiner morgendlichen Fahrt falsch deponierten Unrat. Nachdem bereits die Öffnungszeiten des Bauhofs erweitert wurden, wo sämtlicher Müll abgegeben werden kann, hat die Gemeinde nun beschlossen, offensiv gegen diese Tätigkeiten vorzugehen. „Gemeinsam mit der Agrar Bludesch sind wir bereit, für jeden konkreten Hinweis bezüglich den Müllsündern im Thomasweg ein Preisgeld von 100 Euro zu zahlen“, sagt der Bürgermeister. Wenn das nicht klappt, wäre ein weiterer möglicher Schritt die verpflichtende Annahme von Müllsäcken im Zuge der Gemeindeabgaben.

„Es kann doch nicht sein, dass die Menschen trotz umfangreicher Abgabemöglichkeiten das Zeug immer noch dort deponieren, wo es nichts zu suchen hat“, fügt Gemeindesekretär Helmut Wegeler hinzu. „Unser Wunsch wäre, dass die Leute mehr aufeinander achten und lernen, den Lebensraum zu schätzen.“