Wälder Tourismussommer startete verhalten

Vorarlberg / 25.07.2019 • 14:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für Baumaßnahmen ist das Hotel „Gams“, das zum Teil völlig ausgehöhlt wurde, geschlossen. Das hat spürbare Auswirkungen auf die Nächtigungsbilanz. STRAUSS

Im ersten Saisondrittel – Mai und Juni – 3,7 Prozent weniger Nächtigungen als 2018.

Egg Mit 187.083 Nächtigungen in den Monaten Mai und Juni hat der Bregenzerwald Tourismus das Ergebnis aus dem Vorjahr um gut 7000 Nächtigungen – das sind 3,7 Prozent – verfehlt.

Rückgang war absehbar

Für Geschäftsführerin Herlinde Moosbrugger war diese Entwicklung absehbar, denn „ein wesentlicher Grund ist sicherlich, dass einige größere Hotelbetriebe aufgrund von komplexen Umbauten/Erweiterungen im Mai/Juni nicht in Betrieb waren.“

Dass die beiden Monate Mai und Juni gesamthaft gesehen werden, begründen die Touristiker mit den Verschiebungen durch Feiertage, die heuer vom Mai auf den Juni gewandert sind. Dass diese Feiertage heuer vorwiegend im Juni zu Kurzurlauben animierten, fand in den Mai-Nächtigungen einen deutlichen Niederschlag: fast 28.000 Nächtigungen – rund 32 Prozent – weniger als im Mai 2018. Da konnte auch ein guter Juni mit einem Plus von mehr als 20.000 Nächtigungen – knapp 20 Prozent – die Gesamtbilanz nicht vollständig ausgleichen.

Entwicklung erklärbar

Wie sehr sich Ausfälle von Hotels, die wegen Baumaßnahmen geschlossen sind, auf die Nächtigungsstatistik auswirken, zeigt sich etwa in Bezau („Gams“), Au („Adler“) oder Warth („Warther Hof“). In Bezau fehlen nicht zuletzt deshalb mehr als 3500 Nächtigungen auf das Ergebnis aus dem Vorjahr, in Au sind es mehr als 1000 und auch Warth fehlen ebenfalls fast ein Drittel auf das Vorjahrsergebnis.

Interne Verschiebungen

Zu den Gewinnern zählt vor allem Damüls, wo das Vorjahrsergebnis um mehr als 2000 Nächtigungen übertroffen wurde und Mellau, wo „die Wälderin“ ebenfalls zu einer Steigerung von knapp 2000 Nächtigungen führte. Über Zuwächse in einer Größenordnung von gut 1000 Nächtigungen durften sich auch Schwarzenberg und Schoppernau freuen. Möglich, dass die massiven Baumaßnahmen dazu führten, dass die Bregenzerwald-Gäste deshalb auf andere Gemeinden ausgewichen sind.

Geschlossen ist auch der „Warther Hof“, wo umfangreiche Umbauten, Erweiterungen und Modernisierungen vorgenommen werden.

Noch ist alles möglich. Nach dem ersten Saisondrittel sehen die Wälder Touristiker keinen Grund zur Sorge, denn die starken Monate (Juli/August) kommen erst. „Insoweit ist dieses vorläufige Sommer-Start-Ergebnis nicht beunruhigend. Ein Rückschluss auf das Sommer-Ergebnis ist anhand dieser Zahlen noch nicht möglich“, so Moosbrugger. STP