Ein Segelboot auf der Autobahn

Vorarlberg / 31.07.2019 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch ein Boot landete schon als ungewöhnliches und gefährliches Hindernis auf der Autobahn. Asfinag
Auch ein Boot landete schon als ungewöhnliches und gefährliches Hindernis auf der Autobahn. Asfinag

Knapp 800 verlorene Gegenstände sorgten 2018 in Vorarlberg und Tirol für höchste Gefahr.

Schwarzach Verlorengegangene Dinge auf Fahrbahnen sind ein hohes Sicherheitsrisiko. Erzwungene Ausweich- oder unvermittelte Bremsmanöver lösen gefährliche Situationen aus, Unfälle sind keine Seltenheit. 783 Meldungen registrierte die Autobahnen- und Schnellstraßenfinanzierungs-Aktiengesellschaft (Asfinag) beim Verlust von Ladegut auf den Autobahnen und Schnellstraßen in Tirol und Vorarlberg.

Vorarlberg vor Tirol

Während Vorarlberg dem Österreich-Trend an mehr Verlustmeldungen folgt, 483 im Vorjahr (plus 108), zeigt sich in Tirol ein positiveres Bild: Die Ladegutverluste sind dort von 315 auf 300 Meldungen zurückgegangen. „Ladegut auf Dachträgern und Anhängern, das schlecht gesichert ist, ist immer eine potenzielle Gefahrenquelle“, warnt Asfinag-Geschäftsführer Christian Ebner. Das gilt nicht nur für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Teams in den Autobahnmeistereien. Ebner: „Mit jedem noch so kleinen Gegenstand, der von der Fahrbahn aufgesammelt werden muss, begeben sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unnötigerweise in Gefahr.“

Einem Wachbecken möchte auch niemand mit über 100 km/h begegnen.
Einem Wachbecken möchte auch niemand mit über 100 km/h begegnen.

Daher gilt vor Fahrtantritt: Ladegut unbedingt ausreichend mit entsprechenden Zurr- oder Spanngurten oder passenden Transportboxen sichern. Jeder Verkehrsteilnehmer ist darüber hinaus gesetzlich dazu verpflichtet, für eine geordnete Sicherung von Ladegut zu sorgen. Auch die Asfinag ist mit Ladegut unterwegs. Regelmäßige Schulungen für die korrekte Sicherung von Gütern und Ladungen sind daher in den 43 Autobahnmeistereien des Autobahnbetreibers ebenfalls verpflichtend. Die meisten Meldungen im Bundesländervergleich gab es 2018 übrigens wieder in der Steiermark, gefolgt von Salzburg und Niederösterreich. Die wenigsten Ladegutverluste gab es im Burgenland, gefolgt von Tirol und Wien.

Die Hitliste der verlorenen Gegenstände ist lang und teilweise ungewöhnlich: Vom Papierkarton über Zeitungen bis hin zur Couch, dem Kühlschrank oder einem Segelboot ist vieles schon einmal auf der Autobahn gelandet.