Vater als Babymörder angeklagt

Vorarlberg / 01.08.2019 • 22:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kempten Im Allgäu soll ein Vater seinen acht Monate alten Sohn zu Tode geprügelt haben. Der 22 Jahre alte Mann muss sich seit Donnerstag in Kempten wegen Mordes vor dem Landgericht verantworten. Laut den Ermittlungen hatte der Vater den Säugling im August 2018 in Kaufbeuren brutal misshandelt, als er einen Abend lang einmal auf den kleinen Buben aufpassen sollte, während die Mutter unterwegs war. Der Mann soll nicht nur wegen des Weinens des Säuglings aufgebracht gewesen sein. Der Mann habe sich mit den Gewalttaten auch an der Mutter, die sich von ihm getrennt habe, rächen wollen, führt die Staatsanwaltschaft in der Anklage aus. Nach den Angaben der Ermittler schüttelte der Angeklagte das Baby zunächst so stark, dass es ein Schütteltrauma erlitt. Danach soll der Deutsche seinen Sohn noch weiter gequält haben, indem er ihm absichtlich Schmerzen zugefügt habe. Der Säugling kam an jenem Abend in einem lebensbedrohlichen Zustand zunächst ins Krankenhaus Kaufbeuren. Dann wurde der kleine Junge ins Augsburger Klinikum geflogen, dort starb er zwei Tage später an schweren Hirnverletzungen. Das Urteil ist für kommenden Mittwoch geplant.