Es rumort bei den Jungen

02.08.2019 • 16:51 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Schrecken nach der verlorenen Wahl gegen Thoma (links) war Wichtl (Mitte) anzusehen. VP/Mauche
Der Schrecken nach der verlorenen Wahl gegen Thoma (links) war Wichtl (Mitte) anzusehen. VP/Mauche

Leider nein „Mein Bregenz“ hieß eine ORF-Doku am 21. Juli. Drei Persönlichkeiten mit Bezug zu Bregenz stellten ihre Stadt vor: Museumsdirektorin Sabine Haag (57), Künstler Gottfried Bechtold (72) sowie Ex-Miss und Geigenvirtuosin Céline Roschek (35). Mit der Auswahl waren einige nicht zufrieden. So monierte ein Zuseher, dass Haag eigentlich Wolfurterin sei, Bechtold in Hörbranz wohne und Roschek nur die Sommer in Bregenz verbringe. In den Gängen am Küniglberg wird kolportiert, dass ursprünglich mit einem anderen Bregenzer gedreht wurde. Anchorman Roman Rafreider (49) fiel aber noch vor Sendungspremiere in Ungnade. Auch nachdem die Anschuldigungen einer Ex-Freundin gerichtlich geklärt wurden und an Rafreider nichts kleben blieb, wollte man ihn nicht am Bildschirm zeigen. So wurde mit Haag nachgedreht.

Jugendknatsch Die JVP gilt seit der Machtübernahme von Sebastian Kurz als mächtigste Vorfeldorganisation der Volkspartei. Die Macht scheint jedoch begrenzt – zumindest in Vorarlberg. Nach parteiinterner Logik stünde JVP-Chef Raphael Wichtl (26) bei der Landtagswahl am 13. Oktober ein fixes Mandat zu. So war es bei Thomas Winsauer (40) so war es bei Julian Fässler (33). Als die Volkspartei auf der Sitzung zur Bezirksliste Bregenz feststellte, dass Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (64) ja in Pension geht und so ein Kandidat aus den Hofsteig-Gemeinden fehlt, wurde die 22-jährige Studentin Christina Metzler (22) aus dem Hut gezaubert. Bei der folgenden Landesversammlung unterlag Wichtl in einer Kampfabstimmung um Platz 1 dem Bludenzer Christoph Thoma (45). Das Resultat: Metzler dürfte fix in den Landtag einziehen, Wichtls Chancen sind gering. Parteichef und Landeshauptmann Markus Wallner (52) soll sich damit zufrieden gegeben haben. Man habe ja eine Jugendkandidatin. In der JVP rumort es seitdem gewaltig. Doch Wichtl winkt Trost. Dem Vernehmen nach gefällt es Martina Ess (39) im Bundesrat so gut, dass sie sich vorstellen könnte, zu bleiben. Sie führt die Landesliste zur Nationalratswahl an. Sollte sie das Mandat schaffen, aber verzichten, würde der Kandidat auf Platz 2 nachfolgen. Das ist, richtig: Raphael Wichtl.

Countryfan Spätestens seit dem Auftritt des Schauspielers Kiefer Sutherland (52) im vollen Conrad Sohm in Dornbirn dürfte den meisten Vorarlbergern bekannt sein, dass er auch Countrymusik kann. Er lockte manch prominente Fans in den Prachtclub. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (VP, 50) ließ es sich zum Beispiel nicht nehmen, dem Hollywoodstar die Ehre zu erweisen. Sie soll ein gern gesehener Gast beim Kultursommerfestival im Sohm sein.

„Wenn jemand keine gesellschaftspolitische Überzeugung hat, kann ihm ein guter Koalitionspartner ja eine beibringen.“Helmut Brandstätter (Neos) will Sebastian Kurz die Welt erklären.

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„Wir legen uns mit Sebastian Kurz ganz sicher nicht ins Bett.“Maria Stern, Parteichefin von Jetzt.

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„Wenn alle Gauner sind, dann kann ich mir als Wähler doch zumindest immer noch den Lieblingsgauner aussuchen.“Max Lercher (SPÖ) hält die Schredderaffäre und Parteifinanzen nicht für entscheidend.

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