Männerpartei tritt zur Landtagswahl an

02.08.2019 • 19:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hannes Hausbichler fordert neues Unterhaltsrecht und neue Landeshotline.

Bregenz Seit einigen Jahren betreibt die Männerpartei von Hannes Hausbichler ihren Männerservice. Dort können sich Männer melden, die ihrer Ansicht nach vor allem in Obsorgefragen ungerecht behandelt wurden. Hausbichler ist überzeugt: „Wir kennen dadurch die Realität. Unsere politischen Forderungen können wir alle mit Fakten aus dieser Arbeit untermauern.“ Um diese Forderungen durchzusetzen, startet die Männerpartei einen neuen Anlauf. Sie hat ihre Kandidatur zur Landtagswahl am 13. Oktober eingereicht.

Ein Landtagsmandat würde das wichige Anfragerecht bringen. „Bisher bleiben unsere Anfragen an die Landesregierung unbeantwortet“, ärgert sich Hausbichler. Allerdings gebe es auch abseits der Politik Erfolge. Seit einem wöchentlichen Newsletter namens Männerreport sei es ruhiger geworden. Manche Anwälte und Ämter würden nicht mehr so agieren wie früher.

Zu seinen Forderungen gehört jene nach einem neuen Unterhaltsrecht. „Elternteile sollen je die Hälfte der Erziehungsarbeit leisten dürfen. Deshalb sind wir für ein Doppelresidenzmodell.“ Derzeit könnten die Unterhaltszahler bis unter das Existenzminimum gepfändet werden. Außerdem fordert er ein Vorgehen gegen „Kontaktverweigerung und Elternentfremdung“, wie Hausbichler es nennt. Das Land solle eine Hotline einrichten, die bei Kontaktverweigerung den Sachverhalt kläre und einschreite. Zur Nationalratswahl tritt die Partei nicht an. VN-mip

„Elternteile sollen je die Hälfte der Erziehungsarbeit leisten dürfen.“