Weniger Wahlberechtigte bei der Nationalratswahl

Vorarlberg / 02.08.2019 • 18:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schwarzach Die seit 1945 mit bisher nur zwei Ausnahmen ständig wachsende Zahl der Wahlberechtigten ist heuer erstmals seit 1995 leicht geschrumpft. 2017 waren es noch 6.400.993, heuer sind es (vorläufig) 6.394.201  Menschen. Das sind 6792 weniger, also 0,11 Prozent. Ein Minus verzeichneten Kärnten, Wien und die Steiermark. Vorarlberg und Niederösterreich legten etwas zu. Die beiden anderen Rückgänge in der Zahl der Wahlberechtigten wurden ebenfalls bei Neuwahlen nach nur kurzer Zeit verzeichnet, in den Jahren 1971 (minus 1,22 Prozent) und 1995 (minus 0,10 Prozent).

Wie schon bei der Wahl 2017 ist der Rückgang auf die Frauen zurückzuführen: Von ihnen sind heuer fast 8000 weniger wahlberechtigt als 2017, während es 1101 Männer mehr sind. 2017 kompensierte der Zuwachs bei den Männern noch das Minus bei den Frauen. Mit 3.299.752 Wählerinnen sind 51,6 Prozent der Wahlberechtigten Frauen. Auch die Zahl der stimmberechtigten Auslandsösterreicher ist geschrumpft, und zwar um 1,84 Prozent auf rund 1000. Da könnten allerdings noch einige dazukommen. Sie müssen für die Teilnahme an der Wahl in der Wählerevidenz eingetragen sein. Diese Frist läuft noch bis 8. August.

Insgesamt handelt es sich bei den am Freitag veröffentlichten Zahlen des Innenministeriums erst um vorläufige. Aktuell läuft noch das Verfahren zur Korrektur der Wählerverzeichnisse. Es wird erst am 23. August abgeschlossen. Dann steht endgültig fest, wer wahlberechtigt ist.

In Vorarlberg leicht gestiegen

In Vorarlberg dürfen 274.234 Menschen wählen, was 1327 mehr sind als 2017. Die Zahl der wahlberechtigten Frauen ist um 516 auf 140.245 gestiegen, jene der Männer um 811 auf 133.998. Die meisten Stimmen werden wieder in Niederösterreich zu holen sein, das mit 1.292.643 Wahlberechtigten mittlerweile deutlich vor Wien mit 1.148.929 Wahlberechtigten liegt. In Niederösterreich wuchs die Zahl um 0,3 Prozent, während sie in Wien um 0,46 Prozent schrumpfte.