Im Dienste der Mitmenschen

Vorarlberg / 04.08.2019 • 17:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Albert Hollenstein: Gesellig, humorvoll und hilfsbereit.
Albert Hollenstein: Gesellig, humorvoll und hilfsbereit.

Ehrenmitglied Albert Hollenstein war 56 Jahre bei der Feuerwehr Lustenau.

Ernest Enzelsberger

LUSTENAU Am 23. Juli 2019 wurde Albert Hollenstein – „Remundars Albi“ – ganz plötzlich bei der Arbeit in seinem Hausgarten von seinem Schöpfer abberufen. Der Tod ereilte ihn genau am Sterbetag seines Vaters vor 40 Jahren. Für ihn war keine Arbeit zu viel – immer konnte und wollte er anpacken. Seine gesellige, humorvolle und stets hilfsbereite Art waren für Albert Hollenstein charakteristisch. Er war bis zuletzt Feuerwehrmann in verschiedenen Funktionen bei der Feuerwehr Lustenau, der er 56 Jahre lang diente.

Wohlbehütete Kindheit

Albert Hollenstein wurde am 4. August 1945 als zweites Kind nach seinem Bruder Walter im Lustenauer Entbindungsheim geboren und erlebte in seinem Elternhaus in Lustenau eine schöne, wohlbehütete Kindheit. Seine Eltern, Rosa und Gebhard, hatten einen landwirtschaftlichen Betrieb und so war Albert schon sehr früh mit der bäuerlichen Arbeit verbunden. Als wichtige Stütze seines Vaters half er bei der Bewirtschaftung der Felder, dem Ackerbau und der Viehzucht tatkräftig mit.

Nach dem Ende seiner Schulzeit begann er eine Ausbildung als Kartonagenarbeiter bei der damals bekannten Firma Dischler-Packungen im schweizerischen Au. Seine Zuverlässigkeit und Genauigkeit sowie seine Hilfsbereitschaft waren beispielhaft und so arbeitete er beinahe fünfzig Jahre bis zu seiner Pensionierung in der Schweiz.

Nach dem Tod seines Vaters Gebhard führte er seine kleine Landwirtschaft, später dann gemeinsam mit seiner Familie, als Nebenerwerb einige Jahre weiter – was für ihn viel Arbeit bedeutete. Albert Hollenstein lernte seine Gattin Anna Metzler aus Au im Bregenzerwald kennen und bald heirateten sie und wohnten in seinem Elternhaus. Den beiden wurden die Kinder Agnes und Markus geschenkt. Sie erlebten schöne Kinderjahre im ruhig gelegenen Wohnhaus mit Hofstatt und bekamen eine gute Ausbildung.

Seit 1963 Feuerwehrmann

Im Jahr 1963 ist Albert Hollenstein in die Reihen der Feuerwehr Lustenau eingetreten und konnte beinahe über seine gesamte Dienstzeit für seinen sehr guten Probenbesuch ausgezeichnet werden. Aufgrund seines großen Engagements wurden ihm verschiedene Funktionen übertragen. So war er durch mehrere Jahre stellvertretender Leiter der Feuerwehrjugend, Gruppenkommandant und Chronist. Er erwarb die Leistungsabzeichen in Bronze und Silber und absolvierte verschiedene Weiterbildungskurse an der Landesfeuerwehrschule, die damals noch in Bludenz war. Fast 20 Jahre, von 1977 bis 1995, stand Albert Hollenstein als Fähnrich bei vielen Anlässen und Feiern, aber auch bei der Verabschiedung von Wehrkameraden stets zuverlässig und vorbildlich an der Spitze.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde er mit der Feuerwehrmedaille des Landes Vorarlberg in Gold geehrt. Die höchste Wertschätzung der Feuerwehr Lustenau, die Ehrenmitgliedschaft, wurde ihm im Jahre 2006 verliehen.

Albert Hollenstein: Gesellig, humorvoll und hilfsbereit.
Albert Hollenstein: Gesellig, humorvoll und hilfsbereit.

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