Zum Gedenken

Vorarlberg / 06.08.2019 • 17:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Lustenau Nach kurzer, schwerer Krankheit starb der ehemalige Berufsschullehrer Fritz Schreiber. Eine große Trauergemeinde erwies ihm bei den Trauerfeierlichkeiten die letzte Ehre. Fritz Schreiber wurde als zweites Kind des Ehepaars Cäcilia und Friedrich Schreiber am 22. Februar 1942 in Lustenau geboren. 17 Tage vor seiner Geburt war sein Vater nach schwerer Krankheit 33-jährig gestorben und die Mutter kehrte mit ihren beiden Kleinkindern in ihr Elternhaus in der Lerchenfeldstraße zurück. Hier wuchsen Fritz und seine Schwester Anite im Familienverband mit Onkel und Tante auf. Ihre Kindheit wurde geprägt durch entbehrungsreiche Kriegs- und Nachkriegsjahre, verbunden mit viel Kinderarbeit (Feldarbeit, Obst auflesen u. s. w.).

Fritz war ein sensibles, stilles Kind und ein sehr guter Schüler. Seine Mutter ermöglichte ihm den Besuch der Handelsakademie in Bregenz.

Einfühlsamer Pädagoge

Seine erste Arbeitsstelle fand er in der Zweigstelle der Dornbirner Sparkasse in Lustenau. Im zweiten Bildungsweg absolvierte er zahlreiche Kurse und legte Prüfungen ab, um anschließend als Lehrer an der kaufmännischen Berufsschule in Dornbirn zu unterrichten. Er war ein einfühlsamer Pädagoge, immer zu einem „Witzle“ aufgelegt und bei seinen Schülern und Kollegen gleichermaßen beliebt. Bis zu seiner Pensionierung war er an der Berufsschule tätig. Seiner Ehe mit Ruth Senn, aus der zwei Kinder hervorgingen, war nur ein kurzes Glück beschieden. Auch der Tod seiner Mutter vor 14 Jahren traf ihn schwer und zehrte an seiner Gesundheit. Seine größte Freude und Freizeitgestaltung war sein Schrebergarten. Auch Mosten, Schnapsbrennen und Schafe halten zählten früher zu seinen Hobbys. Reisen und Ferien schätzte er nicht so sehr wie das eigene Zuhause. Fritz Schreiber war ein schweigsamer Mensch, aber bei passender Gelegenheit fand er stets treffende Worte. Auch konnte er sich über jede Kleinigkeit freuen.

Seit vielen Jahren, besonders in den schwierigen Zeiten seiner Krankheit, wurde er von seiner Schwester Anite liebevoll umsorgt, was er sehr schätzte. Als zufriedener, anspruchsloser und toleranter Mensch wird er vielen in guter Erinnerung bleiben.