Illegal deponierter Müll sorgt in Bludenz für Ärger

Vorarlberg / 07.08.2019 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zum Ärger der Anrainer sammelt sich rund um die Altstoffsammelinsel in der Bludenzer Hermann-Sander-Straße Woche für Woche illegal deponierter Müll.HEIM

Anrainer und Stadtverantwortliche ärgern sich über einzelne Nestbeschmutzer.

BLUDENZ „Jede Woche dasselbe Spiel“, ärgert sich der Bludenzer Geschäftsinhaber Wilfried Heim über die allmontägliche Vermüllung der Altstoffsammelinsel in der Hermann-Sander-Straße. „Das läuft schon seit Monaten so. Es kann doch nicht sein, dass sich ein Teil der Menschen in diesem Viertel einfach nicht an die Regeln hält“, macht der Modemann seinem Ärger Luft.

Umdenken gefordert

Den Verantwortlichen der Stadt spricht Heim hingegen ein großes Kompliment aus. „Die städtischen Mitarbeiter sind sehr bemüht, die Stationen sauber zu halten. Mit ihnen hat das nichts zu tun“, stellt er klar. Dennoch sind die losen Müllsäcke und der Unrat, der sich um die Altmetall- und Altglascontainer gegenüber seinem Geschäft sammelt, dem Geschäftsmann ein gehöriger Dorn im Auge. „Hier muss endlich ein Umdenken stattfinden. Jeder hat sich an die Regeln zu halten. Es ist höchst an der Zeit, dass das in diesem Viertel unserer schönen Stadt auch in Sachen Müllentsorgung endlich der Fall ist“, appelliert Heim an die Vernunft der Stadtbewohner.

Die Wertstoffcontainer werden von Müllsäcken flankiert.
Die Wertstoffcontainer werden von Müllsäcken flankiert.

Auch im Bludenzer Rathaus hat man Kenntnis vom regelmäßig illegal entsorgten Unrat. „Die Altstoffsammelinsel in der Hermann-Sander-Straße ist leider kein Einzelfall“, sagt Stadtsprecher Stefan Kirisits. Tatsache ist, dass die Müllcontainer an einer stark frequentierten Straße stehen. Laut Kirisits erhöhe das die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs, „da man leicht mit dem Auto hinfahren und den Müll abstellen kann“.

Kampf gegen Windmühlen

Es sei ein ewiger Kampf gegen Windmühlen, spricht Kirisits von einer frustrierenden Arbeit. Mit Hinweisschildern, Videoüberwachungen, Anzeigen und Litteringverordnungen tue man seitens der Stadt das Möglichste, um der illegalen Entsorgung von Müll Herr zu werden. „Nicht zu vergessen die Bewusstseinsbildung“, führt der Leiter der Umweltabteilung, Karl Thaler, ins Treffen, der im Altstoffsammelzentrum regelmäßig Kindergärten und Schulen zu Gast hat und über die richtige Mülltrennung informiert. „Die Nachreinigung der Sammelstellen kostet viel Zeit und Geld. Zudem schaut es einfach scheußlich aus“, ärgern sich die beiden.

Bludenzer sind gute Mülltrenner

Eine Reduktion der 32 im Stadtgebiet bestehenden Altstoffsammelinseln erachten die beiden als nicht zielführend. „Wir möchten den Bürgen nicht die Möglichkeit nehmen, den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen“, so Thaler. Dass es sich bei den Müllsündern um vereinzelte schwarze Schafe handelt, bestätigt der Stadt eine im Jänner veröffentlichte Abfallanalyse des Umweltverbands Vorarlberg. Diese attestiert der Stadt und ihren Bewohnern eine überdurchschnittlich gute Disziplin in Sachen Mülltrennung. Daran gelte es anzuknüpfen.