Messerstecher soll in eine Anstalt

07.08.2019 • 20:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Innsbruck Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 21-jährigen Vorarlberger in Innsbruck hat die Staatsanwaltschaft die Einweisung des tatverdächtigen 25-jährigen Afghanen in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Ein psychiatrisches Sachverständigengutachten habe bei dem Mann eine psychische Störung höchsten Grades mit Gefährlichkeitsprognose festgestellt, erläutert Sprecher Thomas Willam. Man gehe vom Tatbild des Mordes aus, die Geschworenen müssten aufgrund der offenbaren Unzurechnungsfähigkeit aber nun über eine Anstaltseinweisung entscheiden. Ein Prozesstermin stand am Mittwoch noch nicht fest.

Der Vorarlberger war in der Nacht auf den 25. November gemeinsam mit acht Bekannten in der Innsbrucker „Bogenmeile“ unterwegs, als er an der Kreuzung Ing. Etzel-Straße/Museumstraße vollkommen unvermittelt und überraschend von einem Mann angegriffen wurde. Laut Staatsanwaltschaft war auf Videoaufzeichnungen erkennbar, dass es sich bei dem Täter um den Afghanen handelt. Dem Obduktionsgutachten zufolge wurde dem Vorarlberger von hinten mit einer vier Zentimeter breiten Klinge in den Hals gestochen. Der Stich hatte die Luftröhre und die Halsvene durchtrennt.