Ein Schütze mit Leib und Seele

08.08.2019 • 15:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Siegfried Caser war stets ein Vorbild.
Siegfried Caser war stets ein Vorbild.

Siegfried Caser prägte das Schützenwesen über die Landesgrenzen hinaus.

Ernest Enzelsberger

Vandans Im 90. Lebensjahr verstarb plötzlich und unerwartet am 26. Juli 2019 Siegfried Caser, seit 1994 Träger des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich. Er war seit 1953 Mitglied der Schützengilde Frastanz und sein ganzes Leben ein Schütze mit Leib und Seele. Mit seinem langjährigen und unermüdlichen Wirken in zahlreichen Funktionen und auf vielen Ebenen hat er das Vorarlberger und österreichische Schützenwesen auf unvergessliche Art geprägt und war wegen seiner Zuverlässigkeit stets allen ein Vorbild.

Frühe Jahre

Geboren wurde Siegfried Caser am 30. Juni 1930 in Frastanz. Er absolvierte dort die Volksschule und anschließend die Hauptschule in Feldkirch. Nach seinem Lehrabschluss als Technischer Zeichner für Maschinenbau schloss er das Ferntechnikum für Hoch- und Tiefbau ab und besuchte zusätzlich verschiedene Kurse im Grafischen Gewerbe. Im Jahre 1948 trat er in die Vorarlberger Illwerke ein, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1991 verblieb. Seine Laufbahn dort startete er in der Vermessungsabteilung, nach zwei Jahren erfolgte sein Übertritt in die Projektierungsabteilung. In seinem langen Leben, das von seinem vorbildhaften Wirken für das Schützenwesen geprägt war, hatte er zahlreiche bedeutende Funktionen inne und war Träger einer Reihe von vielen hohen Auszeichnungen des Vorarlberger und Österreichischen Schützenbundes und anderer Institutionen. Unter anderem war er Ehrenbezirks- und Ehrenlandesschützenmeister sowie Ehrenbundesschützenrat des Österreichischen Schützenbundes sowie Ehrenschützenrat der Schützengilde Montafon, der er seit 1959 angehörte. Zudem war er langjähriges Mitglied der Vorarlberger Matchmannschaft, mehrfacher Gilde-, Bezirks- und Landesmeister in Gewehr- und Pistolendisziplinen und mehrfacher Medaillengewinner bei Österreichischen Meisterschaften.

Karriere im Schützenbund

Im Österreichischen Schützenbund hatte Siegfried Caser die B-Lizenz als Internationaler Kampfrichter für Gewehr und Pistole ISSF, war sechs Jahre Bundesschützenrat und Mitglied des Finanzausschusses, vier Jahre Kassier sowie Beratendes Mitglied des Präsidiums und wurde 2003 zum Ehren-Bundesschützenrat ernannt. Beim Land Vorarlberg war er drei Jahre Ersatzmitglied des Sportbeirates und durch 25 Jahre dessen Mitglied. Bei seinem Dienstgeber, den Vorarlberger Illwerken war Siegfried Caser in der Sektion Schießen Obmann-Stellvertreter und Schießwart sowie durch 28 Jahre Kassier. Zählt man nur seine höchsten Auszeichnungen auf, so waren dies 1995 das Große Verdienstzeichen in Gold des Vorarlberger Schützenbundes, 1997 das Ehrenzeichen in Gold für Verdienste um den Vorarlberger Sport, 2000 das ASVÖ Ehrenzeichen in Gold, 2002 das Bundesehrenzeichen, 2003 das Goldene Ehrenzeichen des Österreichischen Schützenbundes, 2005 das Verdienst-Ehrenzeichen in Gold für Funktionäre und das Sport-Ehrenzeichen in Bronze der Gemeinde Vandans.

Dazu kamen 2008 das Silberne Ehrenzeichen der Bruderschaft St. Christoph, 2010 die Goldene Verdienstmedaille des Österreichischen Schützenbundes – von der es nur zwei Inhaber in Vorarlberg gibt – 2011 die Goldene Ehrennadel der Schützengilde Montafon und 2018 die Ehrennadel in Gold des Bezirksschützenbundes Walgau.

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