Da kann auch die Hitze nichts mehr ausrichten

09.08.2019 • 16:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Maria aus Dornbirn hat den sommerlichen Tag im Freibad in vollen Zügen genossen. Schon für heute sind schon wieder Regenschauer angekündigt. VN/Steurer
Maria aus Dornbirn hat den sommerlichen Tag im Freibad in vollen Zügen genossen. Schon für heute sind schon wieder Regenschauer angekündigt. VN/Steurer

Vorarlbergs Freibäder ziehen durchwachsene Zwischenbilanz. Ein Grund dafür ist der verregnete Start in den Sommer.

Schwarzach Der diesjährige Hitzesommer hat aufgrund der außergewöhnlich hohen Temperaturen und langen Trockenphasen bereits Rekorde in der Messgeschichte gebrochen. So war der Juli nach Angaben des Klimawandeldienstes Copernicus der heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Vorarlbergs Freibäder ziehen dennoch eine durchwachsene Zwischenbilanz.

„Wir sind nicht zufrieden“, bringt es Ewald Petritsch vom Erholungszentrum Rheinauen mit klaren Worten auf den Punkt. Das Freibad musste bislang ein Minus von zwölf Prozent hinnehmen. Im vergangenen Sommer wurden insgesamt 133.000 Badegäste gezählt. „Mit bislang 81.000 Besuchern sind wir davon weit entfernt“, informiert Petritsch und verweist auf den verregneten und kühlen Mai, der nur wenige hartgesottene Gäste ins Freibad lockte. „Obwohl wir an heißen Tagen bis zu 5000 Gäste begrüßen dürfen, können wir das Minus bis Ende der Saison leider nicht mehr aufholen“, ist sich der Betreiber sicher.

Zehn Prozent weniger Badegäste

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Waldbad in Feldkirch: Dort kamen bislang rund 65.000 Badegäste, zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Für Betriebsleiter Wolfgang Melk, in dessen Freibad sich an Spitzentagen bis zu 3000 Gäste in der Sonne aalen, ist es unwahrscheinlich, dass man an die Zahlen vom letzten Jahr noch herankommt. „2018 kamen insgesamt 100.000 Gäste. Das wird sich heuer nicht mehr ausgehen.“

„Wenige Schönwettertage“

Auch im Waldbad Enz wirkte sich das schlechte Wetter zum Saisonstart auf die Zahlen aus. „Die fehlenden Schönwettertage haben uns zu schaffen gemacht. An Spitzentagen besuchen uns normalerweise 2500 Badegäste, auf diese Zahl kamen wir in diesem Sommer bislang nur etwa drei bis vier Mal“, sagt Herbert Kaufmann, Geschäftsführer der Dornbirn Tourismus & Stadtmarketing GmbH, und ergänzt: „Das Ergebnis der Vorjahressaison mit 75.000 Gästen wird wohl nicht zu erreichen sein.“

Im Walgaubad Nenzing rotierten die Drehkreuze bislang um zehn Prozent weniger als im vergangen Sommer. „Im Juli hat es jeden Sonntag geregnet. Zudem war der Augustbeginn im Vergleich zum letzten Jahr recht mau“, begründet Schwimmbadbetreiber Oliver Tschabrun die Zahlen. Bis Ende Juli strömten 66.000 Besucher ins Walgaubad Nenzing. „Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt liegen wir damit ganz gut, aber es gibt sicherlich noch Luft nach oben.“ Am Freitag zeigte sich der Wettergott zur Freude von Oliver Tschabrun gut gesinnt. Bei hochsommerlichen Temperaturen strömten rund 2200 Wasserratten ins Walgaubad.

Hoffen auf ein starkes Finale

Für den Schwimmbadbetreiber gibt es trotz Besucherminus keinen Anlass zur Sorge. Schließlich hat das Walgaubad als einziges Freibad im ganzen Land mit seinen bis 29 Grad beheizten Becken bis Ende September Saison. „Im Jahr 2016 durften wir alleine im September 10.000 Gäste begrüßen. Abgerechnet wird also zum Schluss.“

„Im Juli hat es jeden Sonntag geregnet. Zudem war der Augustbeginn recht mau.“