Hochsaison für Nachhilfelehrerin Janine Schantl

09.08.2019 • 10:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Janine Schantl ist ein Mensch, der bewegt.

Die Schoppernauerin arbeitet in der Schülerhilfe und bereitet dort Jugendliche auf den Nachzipf vor.

Dornbirn Janine wusste es irgendwann in der Hauptschule. Sie wollte Lehrerin werden. „Ich hielt ein Referat. Da meinte mein Lehrer, ich hätte die Gabe, denselben Beruf auszuüben wie er. Mir schwebte zum damaligen Zeitpunkt immer der Job einer Grafikdesignerin im Kopf herum.“

Lehrerin und sonst nichts

Doch Janine begann sich anzufreunden mit der Idee, Lehrerin zu werden. Und je länger sie in der Schule war, später dann ans BORG Egg wechselte, desto mehr wuchs ihre Entschlossenheit. Bald gab es für die heute 21-jährige Schoppernauerin keinen Zweifel mehr. Sie wollte Lehrerin werden, und sonst nichts.

Jetzt ist sie bei der Schülerhilfe in Dornbirn als Ferienjobberin beschäftigt. Vier Schüler betreut sie derzeit, paukt mit ihnen Mathematik. Das ist neben Geschichte jenes Fach, das sie an der Pädagogischen Hochschule in Feldkirch studiert. „Sie kann es gut, wir sind sehr zufrieden mit ihr“, setzt es großes Lob für die Bregenzerwälderin von höchster Stelle.

Lächelnd nimmt Janine die Komplimente zur Kenntnis und beginnt von ihrer Ferialarbeit als Nachhilfelehrerin zu schwärmen. „Es ist eine perfekte Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln. Ich lerne hier selbst sehr viel und profitiere ungemein von dieser Tätigkeit.“

Die Praxis, sagt Janine Schantl, sei ihr um einiges lieber als die Theorie. „Vor allem wollte ich das, was ich studiere, gleichzeitig auch selber tun. Diese Möglichkeit ist hier natürlich gegeben.“

Die Kunst des Erklärens

Gelernt hat die Lehramtsstudentin während ihrer Tätigkeit bei der Schülerhilfe vor allem eines: das Erklären auf verschiedene Art und Weise. „Was für den einen die richtige Methode ist, ist es für einen anderen nicht. Ich habe gelernt, dass man die Jugendlichen in ihrer Persönlichkeit richtig wahrnehmen und sich dann entsprechend auf sie einstellen muss“, spricht Janine aus der Praxis.

Die Pädagogin in spe möchte einmal im Gymnasium unterrichten. „Mir wird das Fachliche immer wichtiger. Deshalb würde ich später einmal am liebsten an einer AHS tätig sein.“ Ihr konkreter Berufswunsch habe sich im Laufe der Zeit entwickelt. „Zuerst war es die Volksschule, zu der ich mich hingezogen fühlte, dann die Mittelschule. Aber jetzt weiß ich: Das Gymnasium ist der Ort, an den ich hin will.“

Feuerwehr und Fußball

Als Nachhilfelehrerin hat sie drei verschiedene Typen von Kundschaften ausgemacht. „Es gibt die Faulen. Es gibt jene, die einfach etwas länger brauchen, bis sie etwas können. Und es gibt solche, die es eigentlich könnten, die aber wegen übergroßer Nervosität nicht ihr Leistungsvermögen abzurufen in der Lage sind.“

Janine selbst war als Schülerin eine, die ihre mathematischen Fähigkeiten auch erst spät zur vollen Entfaltung bringen konnte. „Ich hatte lange Zeit in Mathe nur Dreier. Erst später wurde ich viel besser und entschied mich dann auch, Mathematik zu studieren“, skizziert sie ihre Entwicklung.

Die Schoppernauerin charakterisiert sich als lebhafte Person, die normalerweise ungeduldig ist. „Aber wenn ich mit Schülern arbeite, dann verschwindet diese Ungeduld.“

Privat sieht man die temperamentvolle junge Dame sehr häufig auf verschiedensten Fußballplätzen im Bregenzerwald. „Ich bin Betreuerin beim FC Au und auch bei der Feuerwehr tätig“, spricht sie mit Freude über ihre Freizeitaktivitäten.

Leider musste sie ihrem urigen Wälder Dialekt in der Schülerhilfe abschwören. „Da haben mich nicht alle Schüler verstanden und den einen oder anderen Begriff komisch gefunden.“

Janine Schantl

Geboren 13. Juni 1998

Beruf Studentin

Wohnort Schoppernau

Familie ledig

Hobbys Feuerwehr, Fußballbetreuerin

Lieblingsessen Spaghetti