Wochenlanges Warten auf einen Platz im Pflegeheim

09.08.2019 • 15:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Vorarlberger Pflegeheime leiden auch unter einer hohen Personalfluktuation.vn
Die Vorarlberger Pflegeheime leiden auch unter einer hohen Personalfluktuation.vn

bregenz Mit interessanten Fakten wartet eine Anfragebeantwortung von Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker an die FPÖ auf, die Konkretes zur Pflege wissen wollte. Was die Personalsituation betrifft, gibt es derzeit 47 offene Stellen. Gesucht wird vor allem diplomiertes Pflegepersonal. Aber auch Pflegeassistenten wären in den Pflegeheimen mit ihren 2390 Plätzen hoch willkommen.

Druck verstärkt sich

Seit der Abschaffung des Pflegeregresses scheint der Druck auf die Pflegeheime doch stärker zugenommen zu haben als ursprünglich vermutet. Jedenfalls warten derzeit 116 Personen auf einen Platz. Die Wartezeit reicht von vier Wochen bis zu drei Monaten. Laut Wiesflecker sind es durchschnittlich vier bis fünf Wochen, sollten sich die Wartelisten aber weiter füllen, könnten es sieben bis acht Wochen werden. Die meisten Senioren finden sich in den Bezirken Bregenz und Feldkirch auf den Wartelisten der Pflegeheime. Warten heiße jedoch nicht zwingend, dass die betroffenen Pflegebedürftigen unter- oder nicht versorgt seien, beruhigt die Soziallanderätin. Eine Überbrückung erfolge meist durch verstärkte mobile Hilfsdienste oder eine 24-Stunden-Betreuung.

Die dünnen Personaldecken sind wohl mit ein Grund, warum bei drei Neubauten Pflegeplätze nicht belegt wurden. So blieben etwa in Dornbirn, Lustenau und Koblach 49 Plätze frei. Jetzt soll der kritisierte Personalschlüssel doch eine Änderung erfahren und eine Arbeitsgruppe bis Herbst Vorschläge für eine Anpassung erstellen. VN-MM