Hitze und Hochwasser behindern Ufersanierung

Vorarlberg / 11.08.2019 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Wetterbedingungen stellen die Arbeiter vor große Herausforderungen. 
Die Wetterbedingungen stellen die Arbeiter vor große Herausforderungen. 

Die Verfugung der Mauern sorgt für mehr Sicherheit bei Hochwasser.

dornbirn Zuerst war es die große Hitze, dann das Hochwasser. Beides erschwert die Sanierungen des fast 200 Jahre alten Mauerwerks am Bachbett der Dornbirner Ach. Welch große Bedeutung der Ufersanierung beizumessen ist, wurde am Samstag (27. Juli 2019) in der Nacht auf Sonntag deutlich. 140 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ließen die Dornbirner Ach innerhalb kurzer Zeit zum reißenden Strom anschwellen. „Wären da die Fugen noch im alten Zustand, könnten die Wassermassen mit einer Menge Treibholz ,im Gepäck‘ die Steine unterspülen und dadurch die Ufermauer erheblich beschädigen. Durch die Sanierung werden die Zwischenräume versiegelt. Somit hält die Mauer einem Hochwasser stand“, erklärt Ivo Zganec, Baupolier der Firma Hilti & Jehle GmbH Feldkirch, die mit den Bauarbeiten beauftragt wurde. Seit Mai 2017 laufen die Sanierungen auf Hochtouren.

Teilabschnitt Mitte Oktober fertig

Der Teilabschnitt von der Achmühler- bis zur Sägerbrücke kann noch heuer Mitte Oktober abgeschlossen werden, gibt Zganec grünes Licht für die Anrainer, die immerhin in absehbarer Zeit vom Baulärm befreit werden. Einer davon ist Otto Deutsch, der die Baustelle diesen Sommer direkt vor seiner Haustüre hat. Doch er und seine Frau wollen sich nicht beklagen. Sie wohnen bereits seit 1970 direkt am Achufer. Die Sanierung sei für den Hochwasserschutz notwendig. Schließlich habe sich in den vergangenen Jahren vieles verändert. „Früher war die Dammstraße nicht asphaltiert und es gab auch keine Beleuchtung“, erinnert sich Otto Deutsch an andere Zeiten. Es war stierdunkel in der Nacht und damals gab es auch noch keine Jogger“, erzählt er lachend, „doch hin und wieder gab‘s „brenzlige“ Situationen bei Dauerregen.“

Notwendige Maßnahmen

Dieser Meinung, dass die Ufersanierung zur Sicherheit bei Hochwasser notwendig sei, schließt sich auch Karl-Heinz Paterno an, der ebenfalls schon lange an der Dammstraße daheim ist. „Zudem sieht die Mauer im sanierten Zustand auch optisch besser aus. Wenn man schon lange hier wohnt, nimmt man für die Sicherheit den Baulärm gerne in Kauf“, sagt Karl-Heinz Paterno.

Konsequent und schrittweise wurden in den vergangenen Jahren die Ufermauern der Dornbirner Ach im Stadtgebiet saniert. Dabei wurden teilweise Steine freigelegt und wieder neu verfugt. An anderen Stellen mussten die Fundamente erneuert werden. Nach Fertigstellung des Teilstücks von der Achmühler- bis zur Sägerbrücke werden die Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Firma Zumtobel bis zur Eisenbahnbrücke fortgesetzt. EH

Der Teilabschnitt von der Achmühler- bis zur Sägerbrücke kann Mitte Oktober abgeschlossen werden. EH
Der Teilabschnitt von der Achmühler- bis zur Sägerbrücke kann Mitte Oktober abgeschlossen werden. EH