„Kompass“-Zertifikate in Bludenz übergeben

12.08.2019 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Zäwas in Bludenz wurden die „Kompass“-Zertifikate an Antonia, Lea, Fabian, Sascha und Tristan überreicht.CARITAS

Zwei Frauen und drei Männer schlossen das Angebot der Caritas Vorarlberg erfolgreich ab.

BLUDENZ Antonia, Lea, Fabian, Sascha und Tristan sind aufgestellte junge Erwachsene. Sie stehen mitten im Leben und sind startklar, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Zwei Jahre lang haben sie sich intensiv im Rahmen der „Kompass Qualifizierung“ der Caritas Vorarlberg darauf vorbereitet. Nun konnten sie gemeinsam mit Verwandten, Freunden und zukünftigen Arbeitgebern ihren Abschluss feiern.

„Kompass Qualifizierung“ ist ein Angebot der Caritas Vorarlberg für junge Menschen mit unterschiedlichen Lernschwierigkeiten. Ziel ist es, persönliche und arbeitsspezifische Kompetenzen zu erweitern und so die Chancen auf einen integrativen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. An internen und externen Ausbildungsplätzen sowie beim wöchentlichen Seminartag werden die Teilnehmer gezielt auf das Arbeitsleben vorbereitet.

An der Aufgabe wachsen

„Alle fünf haben bereits eine fixe Jobzusage oder bereits begonnen zu arbeiten“, freut sich Maria Schnetzer, die gemeinsam mit Sabino Juriatti die fünf jungen Menschen in den letzten zwei Jahren begleitete. „In dieser Zeit haben sich alle enorm weiterentwickelt. Ihre Stärken und Fähigkeiten konnten sie weiter ausbauen. Aber sie durften bei uns auch Fehler machen, sie suchten dann selber Lösungsmöglichkeiten, daran sind sie gewachsen“, so Juriatti. Beim wöchentlichen Seminartag standen Themen wie der Umgang mit Geld, ein Mobilitätstraining aber auch gemeinsame Exkursionen auf dem Programm.

Die Gruppe ist inzwischen ein eingeschweißtes Team. „Wir hatten immer sehr viel Spaß miteinander und haben auch voneinander gelernt“, schmunzelt Antonia. Ihr Vater kann dem nur beipflichten. „Antonia für die ‚Kompass Qualifizierung‘ nach ihrer Schulzeit anzumelden, war die beste Entscheidung, die wir machen konnten“, sagt er. „Sie ist viel selbstständiger geworden, vor zwei Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, dass Antonia alleine mit dem Zug fährt. Jetzt funktioniert es tadellos.“ Antonia wird ab Herbst im Pflegeheim in Bartholomäberg arbeiten.

Fabian hat bereits bei seinem neuen Arbeitgeber, der Zimmerei Heiseler in Sonntag, mit seinem neuen Job begonnen. „Ich bin für das Lager zuständig und schaue, dass alles da und sauber ist“, erzählt der junge Mann über seinen Job. Sein Chef Thomas Heiseler ist voll des Lobes: „Er ist sehr geschickt und passt sehr gut in unser Team.“  

Übrigens: Im September startet ein neuer Turnus, ein Einstieg in die Qualifizierung ist jederzeit möglich.