Häusle-Verhandlung beginnt am 1. Oktober

Vorarlberg / 14.08.2019 • 19:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch Am 1. Oktober wird es ernst. Wie Staatsanwaltschaftssprecher Norbert Stütler den VN bestätigt, beginnt das letzte Kapitel um den Häusle-Müllskandal am 1. Oktober dieses Jahres. Dann steigt der erste von insgesamt 20 ganztägigen Prozessterminen, die angesetzt sind. Es wird eine echte Mammutverhandlung: Zehn ehemalige Mitarbeiter sind angeklagt. Einigen wird vorgeworfen, die Umwelt vorsätzlich beeinträchtigt zu haben, anderen Abgabenhinterziehung, manchen beides. Unter den Angeklagten befinden sich zwei ehemalige Geschäftsführer sowie ein Projektleiter. Insgesamt sollen rund 1,8 Millionen Euro Abgaben hinterzogen worden sein, die sich Häusle durch das illegale Vergraben von Müll gespart hatte. Denn damit hat alles angefangen. Es war ein Passant, dem die Plastikschnipsel unter der Erde bei Häusle Anfang 2016 erstmals aufgefallen sind. Nachdem er es meldete, verlief eine erste Kontrolle ohne Ergebnis. Der Passant ließ nicht locker, fotografierte den Plastikmüll und meldete es erneut in die zuständige Abteilung im Landhaus. Bei einer zweiten unangemeldeten Kontrolle wurde der vergrabene Müll schließlich gefunden. Öffentlich wurde der Skandal durch einen VN-Bericht am 19. März 2016. Tonnenweise illegaler Müll soll vergraben statt fachgerecht entsorgt worden sein. Mittlerweile wurde das Unternehmen von Loacker übernommen. Über drei Jahre nach dem Auffliegen des Skandals geht es also nun vor Gericht. Die Beschuldigten haben die Vorwürfe größtenteils bestritten. Es gilt die Unschuldsvermutung.