Mauern der Burgruine Ramschwag wurden konserviert

15.08.2019 • 14:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ruine Ramschwag

Historisches Gemäuer oberhalb von Nenzing brauchte ein Service, deshalb waren im Sommer Facharbeiter am Werk.

Nenzing Stolz thront die Burgruine Ramschwag oberhalb von Nenzing. Sie ist eine von rund 20 verbliebenen Ruinenanlagen in Vorarlberg und neben der Pfarrkirche das Wahrzeichen der Marktgemeinde. Die in den Jahren 1270 bis 1290 durch die Ritter von Ramschwag erbaute Burg wurde 1405 wieder zerstört. “Seither ist Welsch-Ramschwag eine Ruine“, berichtet der Nenzinger Gemeindearchivar Thomas Gamon. Von den verbleibenden drei Wänden nach Osten, Westen und Norden blieben drei der ursprünglich fünf Geschoße erhalten. Die Marktgemeinde ist bestrebt, das alte Gemäuer für die Nachwelt zu erhalten. „Um die Mauerreste in der jetzigen Form erhalten zu können, wurden vonseiten der Marktgemeinde in den Jahren 1997 bis 2000 gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt und freiwilligen Helfern Konservierungsarbeiten durchgeführt“, berichtet Gemeindearchivar Thomas Gamon. Lob gibt es dafür auch von Georg Mack vom Bundesdenkmalamt: „Die Ruine wurde damals wirklich vorbildlich restauriert.“ In den darauffolgenden Jahren führte die Bergrettung Nenzing regelmäßig Rodungen von Bäumen am Gemäuer durch, um Schäden durch Moosbildung, Gefrierschäden und Pflanzenwuchs zu vermeiden.

Großputz

In den vergangenen Wochen hatte eine Spezialfirma aus Südtirol die Zelte bei der Burgruine aufgeschlagen. In mühevoller Kleinarbeit wurden entstandene Schäden restauriert und das Gemäuer somit konserviert. Die beste Restaurierung ist jene, die man äußerlich nicht sieht. „Die Fugen sowie die Mauerkronen sind entscheidend“, erläutert Georg Mack. Loses Gestein wurde verfestigt, die Mauern von Bewuchs befreit und gegen Wassereinbruch abgedichtet. Welsch-Ramschwag ist somit wieder zukunftsfit. 43.000 Euro wurden budgetiert, getragen werden die Kosten von der Marktgemeinde sowie vom Bundesdenkmalamt. EM